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Die Realschule Selb geht mit Schulen aus der Tschechischen Republik, Ungarn und der Türkei eine multilaterale Schulpartnerschaft ein.  

Fröhliche Gesichter und super Stimmung beim internationalen Schüleraustausch  

COMENIUS – so heißt das Programm, das von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde und den Schülern aus den Mitgliedsstaaten und einigen assoziierten Staaten die Möglichkeit für länderübergreifendes Lernen ermöglichen soll. Das Konzept der vier Partnerschulen beinhaltet die Auseinandersetzung mit der fremden und eigenen Kultur. Die Teil­nehmer sollen die Möglichkeit der Freizeitgestaltung der eigenen Region sowie der Partnerregion kennenlernen, in der eigenen und der englischen Sprache benennen und in Schrift und Bild digital fixieren können.  

Um die Recherchen vor Ort durchzuführen reisten neun Schüler der Selber Realschule zu einem einwöchigen Aufenthalt vom 7. bis 13. November in Wunsiedels Partnerstadt Torbali. Zusammen mit ihren betreuenden Lehrkräften trafen sie dort mit Gruppen aus der Tschechischen Republik, Ungarn und natürlich der Türkei zusammen, um im Rahmen des Comenius-Programms der EU internationale Kontakte zu knüpfen und mehr voneinander zu erfahren. Als Empfänger von EU-Fördermitteln galt es nun, das umfangreiche Programm zu absolvieren  

Die Gesprächsrunden, Diskussionen und Fragebogenaktionen standen unter dem Leitthema "Welche Freizeitmöglich­keiten gibt es in den Partnerländern, und wie werden sie individuell genutzt?" Die Schüler mussten in international ge­mischten Kleingruppen einen Erhebungsbogen erarbeiten und die Durchführung von Interviews am Gymnasium in Torbali koordinieren und durchführen. Das Ergebnis wurde in einem statistischen Bogen zusammen geführt und dient als Grundlage für die Nachbereitung im Unterricht der Fächer Englisch und Informationstechnologie, wenn die Schüler wie­der zu Hause im Schulalltag sind. Auf diese Weise entstand in den Workshops ein reger Gedankenaustausch, der sich natürlich auch während des umfangreichen Freizeit- und Betreuungsprogramms fortsetzte.  

So stand die Besichtigung der weltberühmten Ruinenstadt Ephesus, das jüngst wiederentdeckte Metropolis, aber auch das quirlig-lebendige Izmir und der Bazar von Torbali auf dem Programm. Offiziell wurde die Gruppe vom Landrat und vom Bürgermeister mit vielen Geschenken für jeden Schüler empfangen. Kurze Beinbekleidung und die unbedeckten Haare der  weiblichen Teilnehmer bei Temperaturen bis 30° C waren kein Hinderungsgrund für den Hoca einer moder­nen Moschee den Schülern das Verständnis des muslimischen Glaubens und Gottesdienstes - in seiner liberalen Form - näherzubringen. Bei den besagten Temperaturen wurde auch kurzerhand das Besuchsprogramm um einen kleinen Trip an den Strand von Kusadasi ergänzt. Obwohl zur gleichen Zeit in Deutschland Winterjacke und Stiefel aus dem Schrank geholt wurden, konnte man im seichten Wasser der Ägäis noch angenehm Schwimmen gehen.  

Bei einem bewegenden Festakt in der Universität Torbali zu Ehren des Staatsgründers Kemal Atatürk erhielten die Schüler einen tiefen Einblick in die Begründung des Nationalstolzes der Türken. Aber natürlich auch eine Welcome-Party und eine Good-bye-Party mit abendlicher Disco Veranstaltung waren Bestandteil der Jugendkultur in der modernen westtürkischen Stadt Torbali.  

Wie gut es den Selber Gästen gefallen hat, zeigten die traurigen Mienen beim Abschied am Flughafen. Aber: schon bald geht es weiter, wenn der Landkreis Wunsiedel und die Realschule Selb der Gastgeber für die Jugendlichen aus den vier Comenius-Partnereinrichtungen sein werden unter dem Motto „Nicht übereinander, sondern miteinander reden!“  

Das multinationale Projekt wurde bereits seit 2008 mit Unterstützung des Kreisjugendpflegers Reinhard Pößnecker und seines Mitarbeiters Martin Reschke geplant.

Die Partnereinrichtungen sind das Széchenyi Ferenc Kertészeti Szakképző Iskola és Kollégium aus Balatonfüred (Un­garn), die Základní škola Martina Luthera aus Pilsen (Tschechische Republik) welche bereits eine bilaterale Schulpart­nerschaft mit der RS Selb hat, das Anadolu Lisesi Torbali aus Torbali (Türkei) und als leitende Einrichtung des Gesamt­projekts die Realschule Selb, welche von Herrn Reiner Schübel vertreten wird. Die Finanzierung wird von der Europäi­schen Union mit ihrem Bildungsprogramm COMENIUS sichergestellt. Comenius ist auf die Schulbildung ausgerichtet und verfolgt zwei Grundziele: Zum einen die Entwicklung von Kenntnis und Verständnis der Vielfalt der europäischen Kulturen und Sprachen und von deren Wert bei jungen Menschen und Bildungspersonal, zum anderen die Unterstützung junger Menschen beim Erwerb der lebensnotwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen für ihre persönliche Entfaltung, künftige Beschäftigungschancen und eine aktive europäische Bürgerschaft.

 

 In einer modernen Mosche der Stadt Torbali

  Schüler und Lehrkräfte aller Nationen hatten viel Spaß bei der Abschiedsparty

 

 

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