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Firma Vishay spendet 2000 €
für Projekt mit der Uni Bamberg
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Bericht im
Selber Tagblatt
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| SELBER REALSCHULE WIRD BEI PILOTPROJEKT VON FIRMA VISHAY UNTERSTÜTZT |
Bildung
nicht nur fordern, sondern fördern
Bildung nicht nur fordern, sondern auch fördern,
lautet der Leitspruch von Werner Gebhardt, der im Namen der Firma Vishay
der Realschule Selb einen Scheck über 2000 Euro überreichte, der die
Schule bei der Umsetzung des Projektes zur Leistungsbewertung
„Kontexte“ unterstützen soll. |
SELB – In der Wirtschaft sind Qualitätsentwicklung und -sicherung bereits
gang und gäbe. An deutschen Universitäten finden Leistungsvergleiche
statt, die sich schließlich in den so genannten „Hochschulrankings“,
Ranglisten der besten Hochschulen, niederschlagen. Doch auch Schulen
werden geprüft, um eine Ausbildung zu garantieren, die auf aktuelle Bedürfnisse
der Industrie und Wirtschaft sowie gesellschaftliche Entwicklungen
eingeht.
Die Staatliche Realschule Selb ist eine von zwei oberfränkischen
Realschulen, die an einem Projekt des Lehrstuhls für Schulpädagogik der
Universität Bamberg teilnehmen. Unter dem Titel „Konstruktive Nutzung
der externen Evaluation“, kurz „Kontexte“, werden die Ergebnisse,
der im Januar vom Schulministerium durchgeführten bayernweiten Bewertung
nun in die Praxis umgesetzt.
„Wirtschaft und Schule müssen aufeinander zugehen. Ein neuer
Lernbegriff wird den künftigen Unterricht prägen: Der fachliche, der
soziale und methodische Bereich müssen gleichermaßen gefördert
werden“, erklärt Nikolaus Schröck, Akademischer Oberrat der
Universität Bamberg, das Ziel des Projekts.
Die Realschule wurde von der Universität Bamberg im vergangenen Jahr für
das Pilotprojekt ausgewählt. Lehrerkollegium und Elternbeirat sprachen
sich einstimmig für eine Teilnahme aus. Die Leistungsbewertung hat
gezeigt, dass die Schule viele Stärken hat, vor allem was die gute
Atmosphäre, die Öffentlichkeitsarbeit und das Ansehen der Schule
außerhalb betrifft. Diese Stärken sollen nun mit Hilfe der Universität
Bamberg gesichert und in der täglichen Arbeit umgesetzt werden.
Schwächen im Bereich des Unterrichts und die Ausarbeitung eines
gemeinsamen Leitbildes werden gemeinsam offensiv angegangen. Es gilt hier
vor allem, neue Unterrichtsmethoden zu erproben und zu verbessern, die auf
die veränderten Bedürfnisse der Schüler abgestimmt sind. Das soziale
Lernen steht im Mittelpunkt: Gruppenarbeit soll stärker gefördert, die
Schüler sollen bereits ab der fünften Klasse an Referate herangeführt
werden.
Die Nähe zu Tschechien und die zentrale Lage in einem sich nach Osten
öffnenden Europa sind Ansatzpunkte für ein Leitbild, das die Schule
stärker ausbauen möchte. Dazu gehört auch der Tschechischkurs, der als
Wahlfach angeboten wird. Realschuldirektor Werner Bauer zeigt sich immer
noch überrascht von der großen Resonanz: „Um eine Genehmigung vom
Schulministerium zu bekommen, hätten wir zwölf Anmeldungen gebraucht.
Raten Sie mal, wieviele wir bekommen haben? 98!“ Die Schüler wurden auf
zwei Gruppen aufgeteilt und werden seit Dezember zweiwöchentlich von
einer tschechischen Lehrerin unterrichtet.
Die Realisierung des Projekts „Kontexte“ konnte die Universität
Bamberg nicht alleine tragen, und so trat die Realschule an regionale
Firmen heran und bat um finanzielle Unterstützung. Die Firma Vishay
bekundete Interesse und beteiligte sich mit 2000 Euro an der Maßnahme.
„Wir haben ein Interesse daran, gut ausgebildete ortsansässige Schüler
als Azubis einzustellen, die nach der Ausbildung nicht gleich wieder
weggehen“, begründet Werner Gebhardt, Admin President Europe bei Vishay,
die Entscheidung, das Projekt zu unterstützen. „Die Anforderungen in
der Industrie und Wirtschaft schreiten voran, und es ist leichter, wenn
eine Schule diesen Weg von Anfang an mitgeht“, so Gebhardt weiter. Er
sagt der Realschule die Unterstützung der Firma Vishay auch im Hinblick
auf das Praktikantenprogramm zu, das im neuen Schuljahr bereits ab der
achten Klasse durchgeführt werden soll.
Das Geld wird laut Werner Bauer sehr zielgerichtet eingesetzt und zum
Wohle der Schüler in laufende Projekte der Realschule fließen.
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Scheckübergabe von Werner Gebhardt an Rektor Werner
Bauer |
Lehrkräfte der RS erläutern den Besuchern aus Bamberg
den Fortschritt des Projekts. |
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