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Schulanfang 2010

Leichter Ranzen

Sponsoren unterstützen unsere Schule

Merkmeister

Schulband

Bilder vom Schulanfang 2010/11

5a 5b 5c
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Bericht im Selber Tagblatt von Silke Meier

Leichter Schulranzen

Die fünfte Jahrgangsstufe der Realschule Selb kann die Schulbücher zu Hause lassen. In der Schule gibt es einen weiteren Satz.

Selb - Jedes Gramm zählt - das gilt besonders für die oft voll gepackten Schultaschen. Gerade für die noch wachsende Wirbelsäule sei es wichtig, auf das Gewicht der Schultasche zu achten, erklärten Orthopäde Dr. Detlef Pöhlmann und Kinderärztin Dr. Annette Weber-Pöhlmann bei einem Termin in der Realschule Selb.
Häufig entstünden chronische Rückenbeschwerden bereits durch Fehlbelastungen in der Pubertät. Dem beugt die Realschule Selb jetzt vor. Schulleiter Hermann Sirtl stellte zunächst das neu eingeführte Fachraumprinzip vor. Demnach haben nicht mehr die Schüler ein festes Klassenzimmer, sondern die Lehrerinnen und Lehrer. "Schule kann nicht mehr so aufgezogen werden wie früher", sagte Sirtl.
Ein Lehrer müsse die Möglichkeit haben, aus der gewohnten Sitzordnung herauszukommen und den Unterricht individueller und mediengerechter zu gestalten. Das Fachraumprinzip vereinfache auch den Gebrauch von Schulbüchern, die jetzt in der Klasse bleiben.
"Wir haben Bücher, die sonst aussortiert werden, mit Tesa geklebt und so das Projekt verwirklicht", so Sirtl. Die Schultaschen seien damit nicht nur leichter geworden, sondern der einzelne Schüler habe auch mehr Platz, um etwa ein gesundes Frühstück einzupacken.

Mit Interesse begutachten die Vertreter der Krankenkassen (von links) Heinz Hausner (DAK), Rainer Munzert (Barmer), Volkmar Pfeifer (Deutsche BKK) und Dr. Klaus Pöhlmann (AOK) das Gewicht der Schulbücher. Dr. Detlef Pöhlmann und Dr. Annette Weber-Pöhlmann (Mitte) wogen einen Satz Bücher. Laura Fuchs aus der Klasse 5a nahm an dem Experiment teil, das Schulleiter Hermann Sirtl initiierte. Foto: Silke Meier

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Bericht im Selber Tagblatt
Mit der Technik von morgen

Mit der Unterstützung mehrerer Firmen setzt die Realschule ihr neues Fachraumprinzip um. Insgesamt 5000 Euro an Spenden gehen dafür ein.

Selb - "Es ist nicht die Aufgabe der Industrie, den Staat aus seinen Pflichtaufgaben zu entlassen." Auch solche Antworten hat der Leiter der Selber Realschule, Hermann Sirtl, auf seine Spendenbitte bekommen. Man könne aber froh sein, so Sirtl, dass nicht alle so denken. Mit einem Gesamtspendenaufkommen von rund 5000 Euro unterstützen die Firmen Rapa, Rehau, Netzsch, die Sparkasse Hochfranken, Südleder Rehau, die Textilveredlung Drechsel und Privatsponsor Peter Fischer aus Neuhaus das neue "Fachraumprinzip", wonach jedes Fach an der Schule in einem eigens dafür ausgestatteten Fachraum unterrichtet werden soll.
Das Fachraumprinzip ist in den Augen von Schulleiter Hermann Sirtl qualitativ etwas ganz Besonderes. Man wolle das Prinzip für alle Fächer umsetzen und die Räume dementsprechend einrichten: Alles was Schüler und Lehrer brauchen, soll vor Ort sein. Angefangen von den Medien, Fachbüchern, Modellen und Schülermaterial bis hin zur neuesten technischen Ausstattung wie Internetanschluss in jedem Fachraum, dem dazugehörigen Computer, dem "Smartboard" oder dem interaktiven Beamer.
Vorbei sollen die Zeiten sein, in denen schwere Medienschränke von Klassenzimmer zu Klassenzimmer transportiert werden mussten. Das Internet erschließe den Schülern und Lehrkräften ungeahnte Möglichkeiten.
"Erich Kästners Idee vom fliegenden Klassenzimmer ist Realität geworden", so Hermann Sirtl. Und dazu hätten die Sponsoren mit ihrer Spende maßgeblich beigetragen. Wegen des hohen technischen Aufwands wäre es nicht möglich gewesen, die pädagogische Idee vom Fachraumprinzip schnell umzusetzen.
Nun habe man die Gunst der Stunde nutzen können, das Schulgebäude aktuell mit einer neuen Rundspruchanlage auszustatten. Im Rahmen der Arbeiten habe man gleichzeitig ein Internetkabel verlegen können und sei so auf die Umsetzbarkeit des Fachraumprinzips gestoßen. Die Sponsoren hätten hier mitgeholfen, dass aus Klassenzimmern mit Netzwerkdose Fachräume mit Internetzugang werden können. Ein Smartboard, zwei interaktive Beamer, drei Videoprojektoren und ein Laptop habe man aus den Spenden nun bereits anschaffen können und damit einen Zeitsprung von etwa zwei Jahren hingekriegt, um das Fachraumprinzip zu verwirklichen.

Unterricht mit den neuen Medien: Hier demonstriert eine Schülerin die Einsatzmöglichkeiten eines Smartboards. Vor der Sponsorentafel der Realschule Selb (von links): Michael Stumpe vom Elternbeirat, Dr. Roman Pausch von der Firma Rapa, Schulleiter Hermann Sirtl und Horst Geyer von der Rehau AG.
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„Das Gehirn ist ein fauler Sack!“

Merkmeister Ralf Hofmann besucht die Realschule Selb  

Selb – Der „Merkmeister“ Ralf Hofmann verbrachte den 12. Oktober an der Staatlichen Realschule in Selb, wo er Schülern, Lehrern und Eltern zeigte, wie das menschliche Gehirn beim Lernen funktioniert und welche Techniken es gibt, gezielt und nachhaltig zu lernen. Dies geschah am Vormittag für die Schüler der 5., 7. und 10. Jahrgangsstufe und nachmittags im Rahmen einer schulinternen Fortbildung für das Lehrpersonal. Am Abend waren dann die Eltern der Schüler für ein knapp zweistündiges Seminar an die Realschule eingeladen.  

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen standen die Gesichtspunkte, wie das Lernen unterstützt werden kann und welche Probleme dem entgegenstehen. Gemäß einer immer noch gültigen Untersuchung aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts kann sich das menschliche Gehirn maximal sieben neue Daten auf einmal merken. Zudem, so Hofmann, sei es mit Vorliebe ein „fauler Sack“, der Informationen nur ungern aufnehme, die nicht unmittelbar „spannend, lustig und interessant“ seien. Dass diese Tatsachen beispielsweise beim Vokabellernen dem Lernerfolg entgegenwirken, war für die Zuhörer natürlich plausibel. Der Merkmeister hatte nun ein Konzept entworfen, wie mehr Informationen behalten werden können. Der Trick besteht darin, neue Lerninhalte, wie eben z. B. Vokabeln, auf dem eigenen Körper wie auf einer Landkarte zu verteilen. Das Abrufen der Daten auf der Körperlandschaft ist nun um einiges leichter als der Versuch, die Daten auf herkömmliche Weise auswendig zu lernen. Im Laufe des Seminars wurde immer wieder abgefragt – und der Behaltensgrad von Schülern, Lehrern und Eltern gab Hofmann recht. Nahezu hundertprozentig prägten sich die Zuhörer eine Einkaufsliste mit zehn verschiedenen Artikeln ein.  

Ralf Hofmann stellte daraufhin noch weitere Lerntechniken vor und probierte sie mit dem Publikum aus. Mühelos brachte er seinen Zuhörern bei, wie sie sich die zehn größten Städte Deutschlands der Reihenfolge nach merken können. Das dabei angewendete Prinzip kann natürlich auf beliebig andere Lerninhalte angewendet werden. Sowohl Schüler als auch Lehrer und Eltern zeigten sich am Ende der Veranstaltung von den neuen Erkenntnissen beeindruckt. Viele stellten den Stil der Demonstration als besonders positiv heraus, denn auch komplizierte Zusammenhänge konnte Hofmann durch volksnahe Sprache und immer wieder optische Darstellungen hervorragend begreiflich machen.  

Bild: Ralf Hofmann bei der Arbeit mit Schülern der 10. Klasse
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Schulband

Lisa Hundmaier (voc), Katharina Pinzer (git), Edda Geiger (key), Stefan Jena (dr) und Benedikt Kopp (b) sind fünf Jugendliche, die im Dezember 2010 ihr gemeinsames Interesse entdeckt haben und seit Januar 2011 mit Freude zusammen musizieren. Sie haben für das Musikfest das Stück „She said“ von „Plan B“ ausgewählt und in eigener Interpretation einstudiert.

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