International

Besuch aus Ungarn

Das Lehrerkollegium der RS Selb zusammen mit der ungarischen Lehrerin Huszta Piroska Báich rechts neben Schulleiter Hermann Sirtl

„Wer ist das denn?“, fragten viele Schüler der RS Selb neugierig, sobald sie die Ungarin Huszta Piroska Báich nach den Pfingstferien in ihrem Klassenzimmer entdeckt hatten. Die Frage wurde schnell geklärt, als sich die Deutsch- und Russischlehrerin bei ihnen vorstellte: „Ich nehme an einem zweiwöchigen Hospitationsprogramm des Goethe Instituts Budapest teil und möchte gerne den Deutschunterricht hier kennenlernen.“

Piroska Báich unterrichtet seit 26 Jahren in Tompa, einer kleinen Stadt an der ungarisch-serbischen Grenze. Ihr Hobby ist es, sich mit Fremdsprachen und fremden Kulturen zu beschäftigen. „Sehr begeistert bin ich von der technischen Ausstattung der Klassenzimmer. Die Beamer und Dokumentenkameras machen den Unterricht für die Schüler interessanter und auch visuell begreifbarer“, berichtete die Ungarin begeistert. Vieles an der Realschule Selb sei vergleichbar mit dem Schulsystem in ihrem Heimatland, aber ihr sind dennoch einige Unterschiede aufgefallen. So gibt es in Ungarn nach jeder Schulstunde eine 15-minütige Pause. Der Unterricht beginnt im September und endet Mitte Juni; im laufenden Schuljahr gibt es nur wenige Ferientage. Am Anfang eines Schuljahres muss jeder Lehrer dem Direktor einen genauen Verlaufsplan von jeder zu haltenden Unterrichtsstunde abgeben und an diese Planungen müssen sich die Lehrkräfte auch genauestens halten. Seit 2014 besteht die Möglichkeit, aufgrund einer guten Beurteilung durch einen Evaluator eine Gehaltserhöhung zu bekommen. Auch Piroska Báich ist als Evaluatorin tätig, und zwar für das Fach Deutsch. Was sie ebenfalls anmerkte, ist, dass die deutschen Kinder viel mehr Möglichkeiten hätten, Ausflüge zu machen oder ins Ausland zu fahren.

Die Ungarin bedankte sich beim Abschied herzlich bei Reiner Schübel, der an der RS Selb IT unterrichtet. Die Familie Schübel war ihre Gastgeberfamilie für die Dauer des Hospitationsprogramms. Durch sie lernte Piroska Báich bei zahlreichen Ausflügen auch das wunderschöne Fichtelgebirge kennen und nun kann sie mit vielen Erinnerungen sowie Andenken im Gepäck nach Hause zurückkehren.

Besuch aus Pilsen

Eine Woche vor den Pfingstferien hatten einige Schüler und Schülerinnen der Staatlichen Realschule Selb viel Spaß mit ihren Austauschschülern aus Pilsen. Sie waren Gastgeber für dreizehn Jugendliche der Partnerschule „Skola Martina Luthera“ aus Pilsen in der Tschechischen Republik. Der Schüleraustausch zwischen den beiden Schulen erfolgt wechselseitig seit fast 10 Jahren und wird mit regelmäßigen Besuchen und Gegenbesuchen sorgfältig gepflegt - eine wertvolle, gereifte Freundschaft eben.

Bei sommerlichem Wetter genossen die Gäste und ihre Gastgeber verschiedene Ausflüge ins schöne Fichtelgebirge. So standen die DevalCart Bahn in Oberwarmensteinach, die Sommerrodelbahn am Großbüchlberg bei Mitterteich sowie ein Ausflug ins Bayreuther Umland auf dem Programm. Die Feste Kulmbach lohnte allemal einen Besuch, gab es doch die mächtige Burganlage und das Zinnfiguren-Museum zu bestaunen. Und natürlich durfte auch eine „Shopping-Tour“ in der Stadt Bayreuth nicht fehlen.

Viel zu schnell war die Zeit mit den Gästen verflogen und der Abschied war da. Die Selber Realschüler sagten ihren tschechischen Gästen „Na shelandou“ und freuen sich auf das nächste Treffen in der Vorweihnachtszeit in Selb. 

Gespräch über Europa

Der Verein "Bürger Europas" lud tschechische Gymnasiasten und Selber Realschüler zur Veranstaltung "Reden wir Klartext, Europa" ins Gymnasium nach Asch ein. Der ebenfalls anwesende Bayerische Botschafter in Prag, Dr. Hannes Lachmann, informierte dort über seine Arbeit in Prag und deren Auswirkungen auf Naturschutz, Rettungswesen, Verkehr, Wirtschaft, Politik und natürlich das Bildungswesen. Im Verlauf der anschließenden Gesprächsrunde konnten die tschechischen und deutschen Schüler und deren Lehrer Jana Petrikova und Reiner Schübel dem Botschafter ihre Wünsche und Vorstellungen direkt vortragen. Anschließend wurde in länderübergreifenden Gruppen Möglichkeiten der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen erarbeitet. Diese Vorschläge stellten die Schüler beider Schulen den Teilnehmern vor und gaben sie in schriftlicher Form den Botschafter mit auf den Weg.

 

Nach einer kleinen Pause konnte jeder Schüler mit einem interaktiven Quiz das eigene Wissen überprüfen. Nach dem Votum mit den mobilen Abstimmungsgeräten, die jeder Schüler zu Beginn erhalten hatte, war an der Projektionsfläche zu sehen, wie viele Schüler prozentual richtig oder falsch lagen. Und wie bei jedem Spiel gab es auch hier kleine Preise zur Belohnung für die Schnellsten - Preise, die natürlich mit Europa zu tun haben: Euro-Gummibächen, Euro-Taschen, Euro-Stifte, Euro-Tassen und vieles mehr. Zwischendurch klärte der Politikwissenschaftler Heiko Fröhlich Begriffe wie „Interrail-Ticket“, „Europäischer Solidaritätscorps“, „Erasmusprogramm“, „FRONTEX“ oder „Freihandelsabkommen“. Die Jugendlichen konnten somit sowohl ihr Wissen als auch ihren Horizont erweitern und der Vormittag verging für sie wie im Flug. Für die Selber Realschüler war insbesondere auch der persönliche Kontakt mit Gleichaltrigen aus ihrem Nachbarland eine interessante und aufregende Erfahrung.

Broadstairs

Zurück in Selb erhielten die Realschüler von ihrem Englischlehrer Thomas Beer ein Zertifikat der Kent School of English, welches die Teilnahme an dem Sprachkurs sowie das erreichte Sprachniveau bescheinigt.

Klar, eine „Englische Woche“ kennt man eher aus dem Fußball – wenn Spieler und Trainer unter Dauerstress stehen –, aber in diesem Fall gilt das nur bedingt: wenn nämlich zwei Lehrer und ihre Schüler sich miteinander die Winterferien in Good Old England um die Ohren schlagen. Aber 28 Schüler und Schülerinnen der Realschule Selb haben es gemacht! Broadstairs ist eine idyllische Stadt an der Ostküste Englands in der Grafschaft Kent. Die teilnehmenden Reisegruppen der Realschule Selb, Wunsiedel und Rehau trafen sich an der Kent School of Englisch, die individuell abgestimmte Sprachkurse für Schüler anbieten.

Ein erster Zielpunkt auf der Hinfahrt war Brüssel. Hier konnten die Reiseteilnehmer Bilder vom Wahrzeichen der Stadt, dem Atomium, machen. Anschließend begab man sich auf den Weg nach Nordfrankreich. In der Abenddämmerung kamen die Schüler am Hafen in Calais an. Die Überfahrt nach Dover, dem Tor zu England und die einstündige Weiterfahrt zum Zielort stellten die beiden letzten Stationen dar. In Broadstairs, der Heimatstadt von Charles Dickens, nahmen die englischen Gastfamilien ihre Besuchern in Empfang.

Nach einem kleinen Einstufungstest am ersten Schultag wurden die Schüler in verschiedene Klassen aufgeteilt und trafen dort auf neue Gesichter. Da die Kent School of Englisch, die seit 1970 besteht, eine international operierende Institution ist, bestehen kleine „Klassen“ aus vielen Nationen. Wichtig ist, dass keine Rücksicht auf Freundschaften genommen wird, um in die gleiche Klasse wie die besten Freunde zu kommen.

Langeweile? Nein, nicht in diesen Ferien, das wurde durch den multikulturellen Englischunterricht sowie Nachmittags- und Abendangeboten verhindert. Eine Erkundung der Stadt, ein abendlicher Barn Dance – ein traditioneller Tanz, Kinobesuche, eine Disco oder Bowling standen auf dem Programm. Die Schüler freuten sich schon seit der Anmeldung besonderes auf den Ganztagesausflug nach London und den Halbtagesausflug nach Canterbury. Eine Führung durch die berühmte Kathedralenstadt und die Kathedrale gehörte dazu. Aber danach wurden die Schüler „freigelassen“. Individuelle Gruppeneinteilungen machten es den Schüler möglich, ein persönliches Programm in der Hauptstadt Großbritanniens zu erleben. Zuerst wurde den Reisenden eine Sightseeingtour angeboten. Darauf folgten verschiedene Aktivitäten wie z. B. Museen. Auch das Shopping-Erlebnis in einer riesigen Metropole war ein Glanzpunkt des Sprachkurses. Die Bewältigung der U-Bahn-Routen in der Millionenstadt stärkte das Selbstbewusstsein vieler Schüler.

Nach dem letzten Programmpunkt traten die Schüler wieder die vierzehnstündige Heimfahrt mit Bus und Fähre an. Sprachlich und kulturell, aber auch sozial und gruppenbezogen machten alle in dieser Woche wertvolle Erfahrungen. Internationale Freundschaften sind dadurch auch möglich. Müde, aber zufrieden kamen alle nach einer Reise durch vier Länder am Samstagmorgen in Selb an. Ein herzliches Dankeschön gilt der Sparkasse Hochfranken für die finanzielle Unterstützung. See you next year in Broadstairs!

(Anna-Lena Brandhofer, 9cd)

Deutsch-französischer Tag

Zum alljährlich stattfindenden deutsch-französischen Tag hat sich die Fachschaft Französisch bei ihrer Veranstaltung wieder an die Sechstklässler der Realschule Selb gewandt, um sie für ihr mögliches zukünftiges Wahlpflichtfach zu begeistern.

 

Die Kinder erfuhren anhand einer Power-Point-Präsentation Wissenswertes über das Nachbarland Frankreich, ebenso erhielten sie Informationen zur Partnerstadt von Selb, Beaucouzé. Einen großen Teil der Präsentation nahmen auch Bräuche in Frankreich und das doch etwas vom deutschen Schulsystem abweichende französische Schulsystem ein.

 

Den Abschluss der Veranstaltung bildete dann die „Krönung der Könige“. Einem Brauch der Franzosen folgend hatte die Fachschaft Französisch zusammen mit der Fachschaft Hauswirtschaft und Ernährung einige „Galettes des rois“ (Dreikönigskuchen) gebacken, in die ein Porzellanfigürchen eingebacken war. Wer so ein Figürchen in seinem Kuchenstück vorfand, durfte sich eine Krone aufsetzen und für diesen Tag König oder Königin sein.

Schüleraustausch mit Pilsen

 „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ (Aurelius Augustinus) Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Jahrgangsstufe der Realschule Selb folgten gemeinsam mit ihren Lehrkräften Hanna Kizil und Reiner Schübel diesen Worten des Augustinus`. Am Dienstag, dem 29. November 2016, machten sie sich auf den Weg in die Tschechei, um dort auf der Seite „Pilsen“ im „Buch der Welt“ zu lesen. Nach einer zweistündigen Busfahrt fiel der Empfang durch unsere tschechischen Freunde, die Lehrkräfte Helena und Robert, sowie die Schülerinnen und Schüler der Partnerschule, der Martin-Luther-Schule, sehr freundlich und herzlich aus. Nach einem gemeinsamen Erkunden der Schule wurden Schüler und Lehrkräfte in der schuleigenen Mensa verköstigt. In den folgenden Tagen sollten die Besucher Vieles erleben: So fuhren alle am Mittwoch in die Stadt Prag, besuchten dort das Wachsfigurenkabinett und trafen tatsächlich Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Barack Obama oder auch Michael Jackson, welche sich dankenswerterweise für ein gemeinsames Foto bereit erklärten. Ein weiteres Highlight war die anschließende Schiffsfahrt auf der Moldau.

Der Rückweg führte an einem Schokoladenladen vorbei, wo die Reisegruppe nahe des bezaubernden Weihnachtsmarktes eine köstliche heiße Schokolade schlürfte, die Herr Schübel spendierte. Gestärkt und voller schokoladiger Glückshormone folgte ein Weihnachtsbummel durch die Prager Innenstadt, für den nun alle bestens gewappnet waren.

Am Donnerstag, dem vorletzten Tag in Pilsen, besuchten die tschechischen und deutschen Schülerinnen und Schüler das bekannte Techmania-Museum. Dort konnten sie – und auch die Lehrkräfte – allerlei aus dem Bereich der Naturwissenschaften selbst ausprobieren. Dieses „Learning by doing“ begeisterte alle sehr! Am Nachmittag klang der Austausch bei einem gemeinsamen Weihnachtsbasteln in der Schule aus. Dort wurden bunte Schachteln für die in Prag und Pilsen gekauften Weihnachtsgeschenke gebastelt und beklebt. Ganz herzlicher Dank gilt den tschechischen Freunden für die Planung dreier sehr abwechslungsreicher und schöner Tage voller Gastfreundlichkeit. 

Staatl. Realschule Selb
Jahnstraße 61
95100 Selb 

 

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