Projekte und Exkursionen

Wild Wild East - Wildpark Waldhaus Mehlmeisel

Am 19.07.2018 unternahmen die sechsten Klassen der Realschule Selb eine biologische Exkursion in den Wildpark Waldhaus Mehlmeisel. Dort wurden unter der Thematik „Ökosystem Wald“ verschiedene heimische Wildtiere genauer unter die Lupe genommen.

Nachdem die Gruppe an ihrem Ziel angekommen war, wurde zuerst einmal eine gemeinsame Brotzeit am Wildpark gemacht. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei auch die Möglichkeit, den Streichelzoo zu erkunden und sich auf dem Spielplatz des Parks auszupowern. Dann begann die Führung.

Von Auerhahn über Birkhuhn, von Dachs bis Luchs, Rotwild und Wildschwein – wie vielfältig das Leben in den heimischen Wäldern ist, konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben. Viele hatten die Wildtiere noch nie zuvor so nah gesehen und beobachtet. Der Tierpfleger erzählte allerlei Details und spannende Fakten zu jedem Tier, sodass die Klassen gebannt zuhörten. Ein paar besondere Highlights machten die Führung zu einem unvergesslichen Erlebnis: Die Jagd des Luchses auf ein Stück Fleisch, der elegante Beutefang der Wildkatzen, eine Schwimmeinlage der Wildschweine im Wasserloch und die akrobatischen Künste der Waschbären faszinierten alle Zuschauer.

Im Anschluss an die Führung durften die Schülerinnen und Schüler den Wildpark in Kleingruppen auf eigene Faust erkunden. Sie nutzten die Zeit, um eine Rallye zu bearbeiten, den Streichelzoo zu besuchen, Souvenirs zu kaufen oder einfach nur um ein leckeres Eis in der Sonne zu genießen.

Als dann die Heimfahrt anstand, wollten die beiden Klassen kaum nach Hause fahren. Nur die Überredungskünste von Frau Müller und Frau Pohl führten schließlich dazu, dass die Gruppe vollständig und bester Laune am Bus ankam. Das Fazit des Ausflugs stand bereits fest: Gerne wieder!

Zum virtuellen Besuch auf der Kaiserburg in Nürnberg

Im Juli besuchte die 3-D-Druck-AG der Realschule Selb mit ihrem Lehrer Reiner Schübel das Bayern Lab in Wunsiedel. Diese Einrichtung ist ein offenes Zentrum für digitale Wissensbildung. Nach dem Motto „Anschauen - Anfassen – Ausprobieren“ konnten die Jugendlichen die fortschreitende Digitalisierung nicht nur sehen, sondern auch erleben.

Virtuell erschloss sich den Schülern eine ganz neue Welt. Sie reisten mit einer 3-D-Brille zum Schloss Neuschwanstein oder gingen in der Kapelle der Kaiserburg in Nürnberg spazieren.

3-D begegnete den Schülerinnen und Schülern jedoch nicht zum ersten Mal, denn durch einen schuleigenen 3-D-Drucker der Realschule Selb konnten die Jugendlichen schon eigenes Vorwissen abrufen. Die verschiedensten 3-D-Druckmöglichkeiten, die im Bayern Lab interessant und ansprechend vorgestellt wurden, waren aber dennoch neu für sie.

Ebenfalls spannend war, wie die Schüler auf einem riesigen Bildschirm in K4-Qualität eine Videokonferenz miterleben konnten, die nach Mittelfranken geschaltet wurde. Denn dadurch wurde ihnen bewusst, dass es heutzutage kein Problem mehr ist, gleichzeitig und von zwei 150 km voneinander entfernten Orten, gemeinsam an einer Datei zu arbeiten.

 

Krönender Abschluss war die Steuerung einer Drohne durch ein Tablett, welche nicht nur Videoaufnahmen, sondern auch digitale Vermessungen von Gebäuden durchführen kann. Im kommenden Jahr wollen die Realschüler wiederkommen, um die neusten Entwicklungen kennen zu lernen und um auf dem aktuellsten Stand der Technik zu bleiben.

 

Die Sterne sind zum Greifen nah

Was für die Fünft- und Sechstklässler der Staatlichen Realschule Selb wie ein normaler Schultag begann, entpuppte sich als eine sagenhafte Reise ins Universum. Dabei war kein geheimer Schlüssel nötig, wie in Lucy und Stephen Hawkings Kinderbuch „Der geheime Schlüssel zum Universum“ sondern die Schüler besuchten das in der Turnhalle aufgebaute, sechs mal sechs Meter große und fast vier Meter hohe mobile Planetarium, welches einem Iglu ähnelte.

 

Im Inneren dieses Gebildes, das Platz für 28 Personen bot, erfuhren die Schüler dank einer 360-Grad-Vorstellung Wissenswertes über die unendlichen Weiten des Universums. Durch die Fulldome-Videoprojektion erhielten sie das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

 

Im Laufe der Schulstunde standen dann neben den einzelnen Mondphasen, die Sternbilder und die dazugehörigen Geschichten aus der griechischen Mythologie auf dem Programm. Für alle Schüler war der Besuch des Planetariums eine unvergessliche Reise ins Universum.

 

Die Fachschaft Geographie bedankt sich an dieser Stelle herzlich für die großzügige Übernahme der Kosten beim Fördervereins der Realschule Selb.  

 

 

Leben wie im Mittelalter

Am 14.06. war es soweit und die 7. Klassen machten sich auf dem Weg in den Geschichtspark nach Bärnau-Tachov. Dort befindet sich der größte Archäologiepark auf deutschem Boden, bei dem mittelalterliche Siedlungen rekonstruiert wurden und so den Besuchern einen Einblick in das Leben vom 9.-13. Jahrhundert verschaffen.

Vor Ort wurde den Schülern zunächst erklärt, dass alle Häuser, die sich auf dem Parkgelände befinden von Ehrenamtlichen mit Hilfe von Facharbeitern nach mittelalterlichem Vorbild gebaut wurden. So wundert es einen nicht, dass für das neuste Bauvorhaben, ein Lager Karl des V., eine Bauzeit von fast 20 Jahren veranschlagt wird. Bärnau wurde als Standort gewählt, weil es sich direkt an der Via Carolina, der Goldenen Straße, befindet. Dies war eine der wichtigsten Handelsrouten im Mittelalter, die unter anderem Nürnberg und Prag verbunden hat.

In Bärnau haben die Jugendlichen gelernt, dass die Menschen sogar im Mittelalter schon ihre Haustüren verschlossen haben, allerdings waren die Schlüssel deutlich unhandlicher, als sie es heute sind. Die Häuser waren meist aus Lehm und mit Stroh oder Reet bedeckt und hatten im Inneren eine Feuerstelle, die gleichzeitig zum Kochen und Wärmen diente. Auch schlief man nicht wie heutzutage in einem Bett, sondern im Sitzen auf einer Schlafbank.

Nach dem frühmittelalterlichen Haufendorf, in dem uns viele unterschiedliche Hausformen gezeigt wurden, standen wir vor einem Turm. Zunächst dachten die Meisten, es würde sich um einen Wachturm handeln, allerdings wurde erklärt, dass es sich um eine der ältesten Burgformen des Mittelalters handelt. Von außen nicht sofort sichtbar war um die Burg ein vier Meter breiter und zwei Meter tiefer Wassergraben rund um die Burg, der es Angreifern möglichst schwer machen sollte, die Burg einzunehmen. Natürlich durfte man die Burg auch erklimmen und oben von der Kampfplattform die Aussicht genießen.

Abschließend konnten die Schüler in Kleingruppen die bislang unentdeckten Ecken des Parks erforschen, bevor die Heimreise angetreten wurde. 

1200 Euro – eine stattliche Summe, die an der Staatlichen Realschule Selb bei der Mitmach-Aktion für unsere Heimatnatur erzielt wurde

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Realschule Selb wieder an der Frühjahrssammlung für den Bund Naturschutz der Kreisgruppe Wunsiedel. Insgesamt engagierten sich 34 Schülerinnen und Schüler der 5., 6. und 7. Klassen.

So konnte dem Geschäftsführer Herrn Paulus am 13.06.2018 der stolze Betrag von 1200 Euro im Foyer der Realschule überreicht werden. Die Schulleiterin Frau Kerstin Janke und die Sammelbeauftragte der Schule, Frau Margit Schmidt, bedankten sich ganz herzlich bei allen Sammlerinnen und Sammlern für ihren Einsatz. Herr Paulus belohnte die jungen Leute mit Ferngläsern, Keschern und weiteren kleinen Preisen. Er freute sich über den Idealismus der fleißigen Sammler, der nicht zuletzt dazu beiträgt, Naturschutzprojekte und Artenschutzmaßnahmen in unserer Region zu unterstützen.

Die besten Einzelsammelergebnisse erzielten Pascal Specht (5a), Lea Ochsenmayer (5a) und Felix Meisel (5b).

Schülergruppe aus Selb erlebt Technik und Kultur mit Partnerschule in Pilzen

Viele Wochen hat die Region um die „Martin-Luther-Schule“ im tschechischen Pilsen heuer vergeblich auf Frühlings - Regen gewartet. Mit dem Besuch einer Schülergruppe von der Staatlichen Realschule Selb als Partnerschule ist Mitte Mai endlich auch in Pilsen der Regen angekommen. Da war es ein Glücksfall, dass die Fichtelgebirgler nicht wasserscheu sind, dem Wetter trotzten und schöne Eindrücke miteinander erlebten.

Nicht fehlen darf in Pilsen der Besuch des „lebendigen Museums“ Techmania, wo ständig wechselnde Ausstellungen und Installationen bei Kindern und Erwachsenen Neugier für technische und physikalische Grundsätze wecken und Begeisterung auch bei sonst eher mäßig an Technik Interessierten hervorrufen.

Höhepunkt der Reise war ein Ausflug nach Kutna Hora, das sich seit 1995 UNESCO-Kulturerbe nennen darf. Der Sage nach fand ein Mönch des Klosters Sedlec, dem ältesten Zisterzienserkloster in Böhmen, Mitte des 13. Jahrhunderts Silber auf einem Acker bei der Feldarbeit. Er legte daraufhin seine Kutte auf dem Acker ab und damit den Grundstein für den Silberbergbau, der Kutna Hora / Kuttenberg als zweitwichtigste Stadt Tschechiens nach Prag etablierte. In Kutna Hora wurden Münzen aus Silber geprägt, u.a. der sogenannten „Prager Silbergroschen“, der in der damaligen Zeit Landeswährung war.

Die Schülergruppe aus Selb besichtigte mit ihren Gastgebern aus Pilsen in Kutna Hora neben dem Silberbergwerk unter Tage auch die Kathedrale St. Barbara, ein imposantes Bauwerk der Hoch- und Spätgotik und das Beinhaus. Die Inneneinrichtung dieser Friedhofskapelle besteht fast ausschließlich aus menschlichen Gebeinen. Einer Schätzung nach wurden für Lüster, Kelche, Monstranz und das Wappen des Adelsgeschlechts von Schwarzenberg wohl ca. 10.000 menschliche Gebeine „verbaut“. Weitere 30.000 Gebeine befinden sich noch in der Kapelle.

Nach so vielen Eindrücken und guten Begegnungen stand für die Schülergruppe bei Rückkunft in Selb fest: „Wir freuen uns auf den nächsten Besuch bei unseren tschechischen Freunden in Pilsen im Dezember“.

Schüler der Staatlichen Realschule Selb erhielten Einblick in das Leben der Communität Christusbruderschaft Selbitz

Am 17. Mai 2018 machten sich 51 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8cd der Staatlichen Realschule Selb im Rahmen des Evangelischen Religionsunterrichtes zusammen mit zwei begleitenden Lehrkräften, Herrn Thomas Nolan und Frau Margit Schmidt, auf den Weg zum Wildenberg nach Selbitz. Dort angekommen wurden alle im Ordenshaus der Communität von drei im Augenblick hier lebenden Schwestern herzlich begrüßt. Die drei Frauen unterschiedlichen Alters stellten sich kurz vor. Schwester Dorothee gehört bereits seit 23 Jahren dem Orden an, Schwester Elise seit ca. vier Jahren und Schwester Rebecca lebt zweieinhalb Jahre in dieser Gemeinschaft. Bevor sich jemand für ein Leben in dieser evangelischen Communität entscheiden kann, muss er eine abgeschlossene Ausbildung nach-weisen können, damit ein Wiedereinstieg in das „normale“ gesellschaftliche Leben später möglich wäre.

Die Schwestern forderten die jungen Menschen von der Realschule auf, Notizen zu folgenden zwei Fragestellungen zu machen: „Was erträumst du dir von deinem Leben?“ und „Was willst du in fünf bis zehn Jahren erreicht haben?“. Die Schriftstücke wurden in einer eigens für diesen Zweck gestalteten „Mitte“ gesammelt und die einzelnen Antworten anonym vorgetragen. Anschließend erzählten die Kloster-frauen von ihren Jugendträumen und den Entscheidungen, die sie für ihr eigenes Leben getroffen haben. So führen sie heute ein religiöses Dasein, indem sie sich an einer für ihren Orden geltenden Handreichung orientieren. Neben dem täglich erneuten Nachdenken über existentielle Fragestellungen sprechen sie Gebete, die in vielfältiger Weise gestaltet werden und dem Tag Struktur geben. Ihrer Berufung verleihen sie zudem Ausdruck durch das Einhalten von Armut, Keuschheit und Gehorsam der Leitung des Hauses gegenüber. An diese drei Regeln, die einer Ordenstradition der einen christlichen Kirche entsprechen, werden sie durch das Tragen eines „Seiles mit drei Knoten“ in Form eines Gürtels an ihrem Gewand permanent erinnert. Die Angehörigen dieses Ordens versuchen wie Schwestern und Brüder in einer „Großfamilie“ zu leben.

In drei Gruppen aufgeteilt, wurden die Schülerinnen und Schüler zu einzelnen Stationen der Anlage am Wildenberg geführt. So betrachteten sie das Gästehaus und das Walter-Hümmer-Haus, eine Alten- und Pflegeeinrichtung. Sie durften einen Blick in den Klostergarten mit seiner pflanzlichen Vielfalt werfen und besichtigten das relativ neue, mit Holz betriebene Heizsystem, das während der Wintermonate für wohltuende Wärme in den Räumen der einzelnen Häuser sorgt. Der Grundstein des Ordenshauses enthält als Leitspruch ein Zitat aus dem Brief an die Epheser. Er wurde im Jahr 1954 gelegt. Zahlreiche Kunstwerke und Gemälde, passend zu dem Leben der Bewohner der Häuser und deren inneren Haltung, zieren die Wände in den einzelnen Räumen. Diese wurden zum Großteil von Schwester Christamaria Schröter, einer Künstlerin kreiert. Besonders eindrucksvoll sind die von ihr bunt gestalteten Fenster der Kapelle im Ordenshaus sowie die kreative Komposition an der Wand hinter dem Altar. Über dem kelchförmigen Altar ist eine geteilte Hostie zu sehen, ein Hinweis auf die Wichtigkeit des gemeinschaftlichen Lebens mit dem auferstandenen Christus. Die Dreieinigkeit Gottes wurde nicht nur symbolisch angedeutet, sondern auch mit den adäquaten Farben zum Ausdruck gebracht. Alle Exkursionsteilnehmer durften das Gebet um 11 Uhr, das zum Großteil singend erfolgte und zu einem der drei gemeinsamen täglichen Gebete in diesem Gotteshaus zählt, miterleben. Bevor sie diesen Gebetsraum betraten, übten sich alle im Schweigen, indem sie in sich gekehrt, ohne zu reden den Innenhof des Ordenshauses passierten.

Zum Schluss dieses Vormittags sollten alle Schülerinnen und Schüler anonym Fragen aufschreiben, die von den Schwestern beantwortet wurden. Betont wurde noch einmal, dass die Communität Christusbruderschaft Selbitz innerhalb und im Gegenüber zur evangelisch-lutherischen Kirche in ökumenischer Offenheit lebt. Nach einem aufrichtigen Dankeschön an die drei engagierten Schwestern verabschiedete sich die Gruppe von der Realschule.

Mit sehr vielen Eindrücken und Informationen kehrten die Teenager mittags wieder nach Selb zurück.

Tag des Lesens der Klasse 5b

Anlässlich des Welttages des Buches 2018 sowie im Rahmen des Deutschunterrichtes zur schulischen Leseförderung organisierten Lea Denner, Klasse 10ba, sowie Deutschlehrer Tobias Sußmann einen besonderen Tag rund um das Thema „Lesen“ für die Klasse 5b der Staatlichen Realschule Selb. Zunächst wurde am Vormittag die Buchhandlung „Nerb“ in Selb besucht. Vor allem die Freude am Lesen sowie das Interesse an Büchern wurden den Kindern auf diese Weise vermittelt. Selbstverständlich durfte auch nach Herzenslust in den literarischen Werken gestöbert werden und manch einer entdeckte ein spannendes Exemplar, welches ihn besonders interessierte. Einige Kinder hatten sich extra etwas Taschengeld mitgenommen, um sich ein ausgewähltes Exemplar zu kaufen. Zum Abschluss des Besuches erhielten alle Realschüler ein Taschenbuch der Buch-Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ mit dem Titel „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von der Inhaberin Frau Hofmann geschenkt. Da auch der Umgang mit Literatur hungrig macht, stand nach der 6. Stunde erst einmal ein gemeinsames Pizzaessen in der modernen Schulküche auf dem Programm. Derart gestärkt traf man sich im Anschluss daran im Klassenzimmer, um in einer von der Stadtbücherei bereitgestellten Bücherkiste zum Thema „Fantasy“ zu schmökern oder gar knifflige sowie rabenschwarze Rätsel-Geschichten zu lösen. Nachdem gemeinsam kurzweilige Stunden rund um das Thema „Lesen“ verbracht wurden, waren sich alle einig: „Lesen lohnt sich jeden Tag!“

 

White Horse Theatre zeigt ‚Silver Jane‘

Kurz nach den Osterferien gastierte an der Realschule Selb eine Theatergruppe des White Horse Theatre, um vor den 6. und 7. Klassen das abwechslungsreiche Stück „Silver Jane“ – natürlich auf Englisch – aufzuführen.

Mit viel Einsatz, Spaß und einem kleinen ‚Dab‘, schafften es die Schauspieler, die Schüler von sich zu überzeugen. Obwohl nur ein kleines Bühnenbild aufgebaut war, wurden die Zuschauer von einem Wald bis ins Weltall entführt.
In dem Theaterstück ging es um das Mädchen Jane, welches in einem Wald gefunden und dort von einem Holzfällerehepaar aufgenommen wird. Später in der Schule bemerkte sie bereits, dass sie anders zu sein scheint als ihre Mitschüler. Als einzige Person hat sie silberne Haare, sie löst Mathematikaufgaben, für die selbst der Lehrer einen Taschenrechner benötigt, sie kann fliegen und sie ist stärker als andere. Jane schafft es, einen älteren Mitschüler davon abzubringen, andere zu schikanieren und taucht immer dann an Orten auf, wenn ihre Hilfe benötigt wird. Beispielsweise verhindert sie einen Banküberfall. Nachdem sie ihre Aufgabe erledigt hat, fliegt sie wieder zurück zu ihren Eltern und führt ein normales Leben.
Doch eines Tages kann sie plötzlich Stimmen im Wald hören, die ihr sagen, sie müsse das Universum retten. Ihr Schulfreund Rupert denkt zunächst, sie sei völlig verrückt und rede mit sich selber, aber letztendlich findet alles einen guten Ausgang. Silver Jane schafft es, in einem anstrengenden Kampf gegen ein riesigem Monster das Universum zu verteidigen und wird dann – dank Rupert, dem Programmiergenie – selbst gerettet.

Im Anschluss an das Theaterstück konnten die Schüler in einer interaktiven Phase den Schauspielern verschiedene Fragen stellen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde zum Aufwärmen wurden die Schauspieler nach Lieblingsessen, Hobbies und Computerspielen befragt und sie mussten den Schülern noch ihre Gamer Namen weitergeben.
Die Schüler und Lehrer der Realschule Selb haben sich sehr gefreut, das White Horse Theatre zu Gast zu haben und planen bereits den nächsten Besuch. Ein herzlicher Dank geht auch an den Förderverein der Realschule für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

Die Zeitung von morgen schon heute lesen

Eine Exkursion zur Frankenpost

Die Klasse 8cd besuchte mit ihren Lehrkräften Anna-Maria Martin und Johannes Deffner am 19.4.2018 die Frankenpost in Hof.

Zu Beginn erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie glaubhaft Fake News verkauft werden können. Frau Schmittgall (Redakteurin der Frankenpost) zeigte der Klasse einen Online-Bericht, in dem Angela Merkel angeblich durchsetzte, dass die Sommerferien auf drei Wochen verkürzt werden. Nach kurzem und heftigem Protest der Jugendlichen wurde die Lüge aufgedeckt und die Klasse erfuhr, woran sie solche Fake News in Zukunft erkennen könne. Anschließend gab es eine Führung durch die einzelnen Büros der Redakteure und die Klasse durfte ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Dabei erfuhren sie, wie die Autoren an spannende Themen kommen, was ein Aufmacher ist und wie sich ein Layout gestaltet. Zudem durfte die Klasse an der täglichen Redaktionskonferenz teilnehmen und miterleben, wie die Redakteure die morgige Zeitungsausgabe planen. 

„Rama dama“-Aktion

Wenn man das Wort Umweltverschmutzung hört, denken die meisten Menschen an Plastikmüll im Ozean oder viel zu hohe Abgaswerte in den Großstädten. Lenkt man jedoch den Blick auf seine eigene Welt, zum Beispiel auf seinen täglichen Arbeits- oder Schulweg, so sieht man am Straßenrand Coffee-to-go-Becher, Süßwarenverpackungen und Zigarettenstummel.

Aus diesem Grund beteiligte sich auch in diesem Jahr die Staatliche Realschule Selb mit den Mitgliedern der Gruppe „Selbzeit Natur“ an der „Rama dama“-Aktion der Stadt Selb. Die Schülerinnen und Schüler zogen mit Arbeitshandschuhen, Eimern und Müllsäcken sowie Zwickern ausgerüstet los. Mit dieser „dritten Hand“ machte es den Kindern noch mehr Spaß, den Unrat einzusammeln. Zunächst reinigten die Kids den Schulparkplatz, anschließend ging es weiter bis zu den Müllcontainern, wo sie unter anderem nicht ordnungsgemäß entsorgte Abfälle ihrer Bestimmung zuführten. Von dort marschierten alle weiter zum Goldberg, wobei selbstverständlich der unterwegs gefundene Müll mitgenommen wurde. Der gesammelte Unrat wurde in die Müllsäcke umgefüllt und gut sichtbar am Straßenrand zur Abholung abgestellt. Auf dem Rückweg zur Schule nahmen die Schülerinnen und Schüler die Veränderung wahr: Wie anders es gleich aussah, wenn keine achtlos weggeworfene Verpackungen herumlagen! Zur Freude der Schüler gab es am Ende eine von der Stadt Selb gesponserte Brotzeit, welche die Schülerinnen und Schüler sichtlich genossen. „Umweltschutz fängt im Kleinen an und jeder kann mitmachen“ – Eine Erkenntnis, welche die Kinder durch die „Rama dama“ Aktion 2018 gewinnen durften.

Die achten Klassen der Realschule Selb besuchten die Stiftsbasilika und Klosterbibliothek in Waldsassen.

Geschichte muss nicht alt und staubig sein, sondern wird erlebbar durch Exkursionen und Recherchen vor Ort. Die Achtklässler der Realschule Selb fuhren aus diesem Rund zur Basilika Waldsassen, denn diese gilt als eine der prächtigsten Barockkirchen im süddeutschen Raum. Der Bibliothekssaal der Zisterzienserinnenabtei, das Herzstück der Basilika, welcher Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde, ist ebenfalls weltberühmt und wurde von den Schülerinnen und Schülern bestaunt.

In drei Gruppen erhielten die Schüler während einer Führung Einblicke in die barocke Baukunst. Die gewaltige Größe der Stiftsbasilika, vor allem die hohen Decken mit ihren Gemälden, beeindruckten die Schülerinnen und Schüler. Bei der lebendigen Führung durch das Gotteshaus wurde die Entstehung der Basilika auch mit der Legende vom Mönch Gerwig und seinem Freund Diepold erzählt.

Besonders eindrucksvoll war für die Jugendlichen der Anblick der Orgelanlage sowie die Ganzkörperreliquien frühchristlicher Märtyrer aus Rom. Böhmische, italienische und bayerische Künstler wirkten an der Gestaltung des Innenraums mit. Der bekannte Waldsassener Bildhauer Karl Stilp verewigte sich nicht nur in der Basilika, sondern auch in der angrenzenden Klosterbibliothek.

Als die Schüler dort angekommen waren, mussten sich diese zunächst Überschuhe anziehen, um den hochwertigen Holzboden der Bibliothek zu schützen. Für die Jugendlichen, die Büchereien und Büchern häufig nur eine geringe Bedeutung zuschreiben, war dies eine ganz neue Erfahrung. Die hohen Bücherregale an den Wänden, die Buchrücken von vermeintlich uralten Büchern, die kunstvolle Gestaltung der Decke. Für das jugendliche Weltbild erschien so eine Bibliothek zwar zuerst etwas weltfremd und altmodisch, aber zugleich wirkte es auch majestätisch und beeindruckend. Dass diese Bibliothek kein verstaubter Ort sondern ein prächtigen Zeitzeugnis ist, wurde den Schülern schnell bewusst. Neben den kostbaren Büchern fiel das Augenmerk in dem Bibliothekssaal vor allem auf die von Stilp kunstvoll geschnitzten Figuren, welche die Formen des menschlichen Hochmutes darstellen sollen. Eindrucksvoll war, dass die lebensgroßen Holzgestalten teilweise je nach Standpunkt verschiedene Gesichtsausdrücke zeigten. Wie lange man für die Erschaffung eines solchen Kunstwerkes braucht, konnten die Schüler nur erahnen. Auch die kunstvoll gestalteten Deckengemälde mit ihren Details bestaunten die Schüler.

Am Ende waren die Achtklässler beeindruckt von den Einblicken in den Kirchenbau, aber auch in die Kunst- und Heimatgeschichte und überrascht, dass eine kleine Stadt wie Waldsassen solch eine Sehenswürdigkeit zu bieten hat.

Realschüler aus Selb nehmen erfolgreich am Informatik-Biber-Wettbewerb teil

Der Informatik-Biber-Wettbewerb ist Deutschlands größter Informatik-Schülerwettbewerb. Seit 2006 können daran Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 13. Klasse teilnehmen. Die interaktiven Aufgaben können allein oder im Team bearbeitet werden und sind dabei natürlich an einem Computer zu beantworten.

 

2017 verzeichnete dieser Wettbewerb laut des Betreibers mit 341.241 Schülerinnen und Schülern und 1898 teilnehmenden Schulen einen neuen Teilnehmerrekord. Auch von der Realschule Selb nahmen über 70 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen sechs bis neun teil. Die besten Leistungen dabei erzielten die Teams Lucas Gruosso / Patrick Guttau, Jan Fischer / Moritz Friedel und Fabio Fraas / Jonas Hüttner.

Dabei mussten Codes geknackt, Algorithmen durchschaut, Daten ausgewertet und kleinere Programmieraufgaben bearbeitet werden. Thomas Nolan, Organisator und IT-Lehrkraft an der Realschule befürwortet die Teilnahme, da informatische Grundlagen spielerisch und anwendungsorientiert abgefragt werden und so das Interesse an Informatik langfristig geweckt werden kann. Wie echte Biber mussten die Schülerinnen und Schüler bei manchen Aufgaben auch ganz schön „knabbern“, da es Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gab. Die Realschüler haben sich aber gut durchgebissen und warten schon gespannt auf´s nächste Jahr.

Alles safe? Thematisierung der Sicherheitspolitik im Rahmen des Sozialkundeunterrichts

Am 23.03.2018 hielt Herr Hauptmann Andreas Grimminger, Referent für Sicherheitspolitik, vor den Zehntklässlern der Realschule Selb einen Vortrag zum Thema „Herausforderungen der Sicherheitspolitik des 21. Jahrhunderts“ und stellte sich deren Fragen.

In einem ersten Teil versuchte der Offizier zu verdeutlichen, wodurch Konflikte entstehen und ging dabei auch auf soziale oder umweltbedingte Einflüsse wie Wasserknappheit und Nahrungsmittelmangel ein.

Darauffolgend wurde die Rolle Deutschlands erörtert, die sehr umfassend sei. Die Bundesrepublik verfügt über viele „Werkzeuge der Sicherheitspolitik“ und die enge Zusammenarbeit von verschiedensten Verbänden, Organisationen und Ministerien sei unerlässlich.

So erfuhren die Jugendlichen, dass man die Arbeit von der Bundeswehr oder Polizei nicht losgelöst betrachten kann, sondern sie steht in engem Zusammenhang mit diversen Ministerien, wie z.B. dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit oder überstaatlichen Institutionen wie EU, NATO und UN.

Auch wenn sich die Schüler nach diesem Vortrag noch nicht „safe“ bei der Beantwortung von Sicherheitsrelevanten Fragen fühlen, so erhielten sie doch einen umfassenden Einblick in die Thematik und der ein oder andere Zusammenhang konnte hergestellt werden.

Internetbanking für Schüler – Selber Realschüler lernen weitere Facette des Internets kennen

 

Das Taschengeld bekommen die meisten deutschen Kinder noch ganz klassisch jeden Monat von ihren Eltern bar übergeben. Bei den Erwachsenen sieht das ganz anders aus, denn wohl kaum einer erhält seinen Lohn noch bar auf die Hand.

Die Siebtklässler der Realschule Selb beschäftigten sich bei diesem Vortrag der Commerzbank Selb mit dem Thema Banking, Online-Banking und der damit verbundenen Frage nach der Sicherheit im Internet.

 

Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler gleich einen Einblick in mehrere Themen. Einerseits wurden Möglichkeiten kennengelernt, wie man eine Online-Überweisung zum Beispiel mit TANS durchführt. Andererseits wurde auch das große Thema Social Media angeschnitten. Insbesondere die Benutzung von Facebook, Instagram und Snapchat wurde kritisch beleuchtet. Denn auch wenn das eigene Geldverdienen und der eigene Beruf in der siebten Klasse noch sehr weit weg zu sein scheint, so kann doch ein unachtsam hochgeladenes peinliches Foto oder ein unangemessener Kommentar dafür sorgen, ein Hindernis im späteren Berufsleben zu werden.

Dank der Informationen können die Jugendlichen jetzt sowohl die Gefahren als auch die Möglichkeiten den Internets besser einschätzen.

 

 

Mögliche Bildunterschrift: Die Klasse 7b der Realschule Selb mit Schulleiterin Kerstin Janke, Jessica Schlegel (Privatkundenberaterin der Commerzbank),Jörg Ebert (Filialleitung), Melanie Uljanic (Auszubildende). (erste Reihe von links nach rechts) 

Polizei und Zoll klären auf - Drogenprävention an der Realschule

Zum zweiten Elternsprechabend standen die Drogenpräventionsbeamtin Frau Stefanie Vollert von der Polizei Hof und die Zollbeamten Annette Guth und Roland Wunderlich für Fragen rund um das Thema Drogenprävention Rede und Antwort. Mit diesem Informationsangebot für Eltern, Lehrer und Schüler erweiterte die Realschule Selb ihr Angebot bezüglich der Drogenprävention. 

Zum zweiten Elternsprechabend standen die Drogenpräventionsbeamtin Frau Stefanie Vollert von der Kriminalpolizei Hof und die beiden Zollbeamten der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb, Annette Guth und Roland Wunderlich für Fragen rund um das Thema Suchtprävention Rede und Antwort. Mit diesem Informationsangebot für Schüler, Eltern und Lehrer erweiterte die Realschule Selb ihr Angebot bezüglich der Drogenprävention. Außerdem bot dieser Informationsstand in der Aula die Möglichkeit, mal eine „echte“ Polizistin und Zollbeamte aus dem aktiven Dienst ausgiebig zu befragen.

 

„Was ist denn das?“, diese Frage mussten Frau Guth und Herr Wunderlich zum Elternsprechabend immer wieder beantworten. Gefragt wurde dabei z.B. nach den verschiedenen Drogenschnelltests, welche die Zollbeamten als Anschauungsmaterial mit an die Realschule gebracht hatten. „Wann wird so ein Test gemacht, wie funktioniert er und warum gibt es davon so viele verschiedene?“ Sobald der Einstieg ins Gespräch gefunden war, wurden die Zollbeamten mit verschiedensten Fragen konfrontiert. Die Schüler und Eltern waren sehr neugierig, was es mit den verschiedenen Utensilien auf sich hatte, welche die Zollbeamten in zwei großen Koffern mit an die Realschule brachten.

Frau Vollert, die Präventionsbeamtin der Kriminalpolizeiinspektion Hof, kam mit Flyern und Prospekten an die Realschule. Ihre Materialien ergänzten das Angebot der Prävention um weitere Themen, wie zum Beispiel den richtigen Umgang mit dem Handy.

Das Smartphon spielt im Leben der Kinder- und Jugendlichen inzwischen eine unglaublich große Rolle. Einen bewussten Umgang damit, müssen die Jugendlichen aber häufig erst erlernen. Ein Fünftklässler, der in Begleitung seiner Mutter das Informationsmaterial von Frau Vollert besichtigte, sagte zwar, dass ihm das Handy nicht so wichtig sei, seine Mutter jedoch nahm die Broschüren dennoch gerne an sich. Sie schilderte, dass der große Bruder, welcher die 8. Klasse besucht, das richtige Maß der Handynutzung noch nicht gefunden hat.

Auch das Thema „Sicherheit im Internet“ wird immer wichtiger, so die Präventionsbeamtin Frau Vollert. Auch wenn diese Generation ganz selbstverständlich mit dem Internet aufwächst und sich viel darin bewegt, birgt dieses Medium doch allerlei Gefahren und diesen sollten sich die Schüler und Eltern bewusst sein.

Für die Schülerinnen und Schüler aus den höheren Jahrgangsstufen war außerdem noch ein anderer Bereich des Informationsstandes äußerst interessant: die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei und dem Zoll. Auch diesbezüglich hatten die Beamten vorgesorgt und einiges an Material mitgebracht. „Wie sieht das Bewerbungsverfahren aus, was sind Ausbildungsinhalte und wie sind die Aufstiegschancen?“ Die Fragen waren vielfältig und die Kooperation von Polizei und Zoll ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen guten Einblick in die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen Ausbildungen und späteren Tätigkeiten.
Nach nun zwei Informationsabenden sind nicht nur Schüler und Eltern, sondern auch die Lehrkräfte der Realschule Selb dankbar für so eine offene Gesprächskultur und die vielen weitergegebenen Informationen!

Unsere siebten Klassen bei der Ausstellung "Klang meines Körpers"

Die interaktive Ausstellung „Klang meines Körpers – Kreative Wege aus der Ess-Störung“ ist derzeit noch bis zum 8. März in der Sparkasse Selb zu sehen. Organisiert wird sie vom Landratsamt Wunsiedel und richtet sich hauptsächlich an Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen. Auch die siebten Klassen der Realschule Selb besuchten die Ausstellung.

Unter der professionellen Anleitung von zwei Mitarbeiterinnen des Suchtarbeitskreises, Frau Gertraud Fischer und Frau Christiane Rothemund, wurden die Schüler in Arbeitsgruppen für die zahlreichen Facetten des Themas sensibilisiert. So erfuhren sie, dass das Problem nicht ausschließlich Mädchen betrifft, sondern dass auch Jungen immer öfter unter Störungen des Essverhaltens leiden.

Die interaktive Ausstellung, die sich in einen äußeren und einen inneren Rahmen gliedert, stieß bei den Siebtklässlern auf großes Interesse. Im Außenkreis wurden durch fünf Aufsteller die unterschiedlichen Aspekte der Störungen vermittelt. Dies geschah am Beispiel von Einzelschicksalen junger Menschen, die einen Weg aus der Krankheit gefunden haben. Diesen Weg verdeutlichte der Innenkreis, der von den Betroffenen selbst mit Bildern, Lieden und Texten gestaltet worden ist. Hier geben sie einen eindrucksvollen Einblick in ihr Inneres und machen dadurch auch Mut, sich mit dem Thema Ess-Störung auseinanderzusetzen.

 

Der Gedanke „Nie war ich für mich selbst gut und schön genug“, den man auf einem der Plakate lesen kann, kommt vielleicht dem ein oder anderen Besucher, auch wenn er keine Ess-Störung hat, bekannt vor. In den Medien, gerade auch in solchen, die Kinder- und Jugendliche hauptsächlich konsumieren, werden häufig Oberflächlichkeiten wie (angebliche) Schönheit und (überdurchschnittliche) Leistungsbereitschaft verkauft als der Schlüssel zum Glück. Doch ist dieses „Glück“ wirklich erstrebenswert? Dem eigenen Klang seines Körpers zu lauschen, auf die Stimme des Körpers zu hören und den eigenen Bedürfnissen zu folgen, würde wohl eher dazu beitragen, dass auch Jugendliche im „Gleichklang“ mit sich selbst leben können.

Diese Ausstellung bleibt den Schülerinnen und Schülern der Realschule sicher in Erinnerung, denn auch wenn man selbst vielleicht nicht von einer Essstörung betroffen ist, so hat sich durch den Besuch das Wissen und Verständnis über diese Thematik erweitert und so kann man vielleicht einmal einer betroffenen Person verständnisvoller zur Seite stehen.

Realschüler aus Selb nehmen erfolgreich am Informatik-Biber-Wettbewerb teil

Bildtitel: Organisator Thomas Nolan mit den besten Absolventinnen und Absolventen der Realschule Selb

Der Informatik-Biber-Wettbewerb ist Deutschlands größter Informatik-Schülerwettbewerb. Seit 2006 können daran Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 13. Klasse teilnehmen. Die interaktiven Aufgaben können allein oder im Team bearbeitet werden und sind dabei natürlich an einem Computer zu beantworten.

 

2017 verzeichnete dieser Wettbewerb laut des Betreibers (www.bwinf.de/biber/) mit 341.241 Schülerinnen und Schülern und 1898 teilnehmenden Schulen einen neuen Teilnehmerrekord. Auch von der Realschule Selb nahmen über 70 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen sechs bis neun teil. Die besten Leistungen dabei erzielten die Teams Lucas Gruosso / Patrick Guttau, Jan Fischer / Moritz Friedel und Fabio Fraas / Jonas Hüttner.

Dabei mussten Codes geknackt, Algorithmen durchschaut, Daten ausgewertet und kleinere Programmieraufgaben bearbeitet werden. Thomas Nolan, Organisator und IT-Lehrkraft an der Realschule befürwortet die Teilnahme, da informatische Grundlagen spielerisch und anwendungsorientiert abgefragt werden und so das Interesse an Informatik langfristig geweckt werden kann. Wie echte Biber mussten die Schülerinnen und Schüler bei manchen Aufgaben auch ganz schön „knabbern“, da es Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gab. Die Realschüler haben sich aber gut durchgebissen und warten schon gespannt auf´s nächste Jahr.

Für den Ernstfall gerüstet – Schüler stellen sich der Frage, was passiert, wenn der Tod ins Leben kommt

Es gibt Situationen im Leben, da reißt es einem einfach den Boden unter den Füßen weg. Solch ein Ereignis kann jeden treffen, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Zum Beispiel, wenn ein geliebter Mensch verstirbt.

Die 10. Klässler der Realschule Selb hatten sich im Religionsunterricht erst mit Fragen nach Gott beschäftigt und daraus erwuchs ein Projekt zum Thema Tod und Sterben. Wenn ein Mensch stirbt, kann das eine Vielzahl an Gefühlen auslösen: Wut, Trauer, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit. Wie geht man mit solchen Gefühlen um und was kann einem helfen, solch einen Schicksalsschlag zu verarbeiten? Die Jugendlichen erarbeiteten zuerst, was ihnen und anderen Trost spenden könnte und wie ein Trauerprozess aussieht. Sie erkannten, dass es keine richtige oder falsche Trauer gibt und dass es ganz unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Abschied zu nehmen, Erinnerungen wach zu halten und mit den Gefühlen zurecht zu kommen. In einem weiteren Schritt erstellten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Trostkisten. Auch wenn man natürlich hofft, dass man solche Kisten nie braucht, ist es notwendig, dass diese an einer Schule existieren. Es war den Schülern freigestellt, womit sie ihre Holzkisten füllten. Alle Schüler legten aber beispielsweise eine Kerze in die Kiste, da sie meinten, dass ein Licht besonders Trost spendet. Aber auch Musik, Tee, Taschentücher, Mandalas zum Ausmalen, Stifte, Bibeln, ein Kreuz, Schokolade oder auch ganz persönliche Sprüche und mutmachende Gedanken fanden sich in den Kisten. Zur Reflexion führten die Schülerinnen und Schüler über den Projektzeitraum ein Portfolio, die Äußerungen darin zeigen, wie präsent das Thema Tod und Trauer auch bei den Jugendlichen schon ist. „Das Projekt hat mich selbst getröstet, da ich erst einen Menschen verloren habe, dem ich nahe stand“. Auch wenn diese Trostkoffer hoffentlich lange ungeöffnet bleiben, so nehmen die Jugendlichen dennoch mit, dass einem Schicksalsschläge im Leben immer wieder ereilen können, und dass es darauf ankommt, solche Situationen zu verarbeiten und sich gegebenenfalls Hilfe zu holen. 

Eine Fremdsprache zu erlernen bedeutet mehr, als nur Vokabeln zu pauken

Auch in diesem Jahr fand anlässlich des Deutsch-Französischen Tages zur Erinnerung an das 55. Jubiläum des Élysée Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich an der Realschule Selb ein ganz besonderes Highlight des Fremdsprachenunterrichts statt. So wurde für die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe die inzwischen liebgewonnene Tradition des „Königskuchen-Essens“ zelebriert.

Für die Sechstklässler gab es eine außerplanmäßige Französischstunde, in der die Schülerinnen und Schüler eine gedankliche Exkursion in das Nachbarland Frankreich machen durften. Eigentlich gibt es erst ab der siebten Jahrgangsstufe an der Realschule die Möglichkeit, die Französische Sprache in einem Wahlpflichtfach zu erlernen. Doch an diesem Tag durften die Kinder bereits in diese Fremdsprache eintauchen und Frankreich mit allen Sinnen erleben. So lauschten sie dem besonders harmonischen Klang der französischen Sprache oder lernten von den Französischlehrern Frau Christine Hippmann und Herrn Daniel Müller besondere Bräuche und Gewohnheiten unseres Nachbarlandes kennen. Der Galette des Rois, der sogenannte „Dreikönigskuchen“, gehört zum französischen Kulturgut, so wie ein Käsekuchen in keiner deutschen Konditorei fehlen darf. Der Galette des Rois, so erfuhren es die Schülerinnen und Schüler, wird im Januar gerne von den Franzosen serviert und mit Freunden gegessen. In dem Kuchen ist ein Porzellanfigürchen eingebacken und wer das entsprechende Stück erwischt, bekommt eine Krone und ist ‚König oder Königin‘.

Auch der Rois an der Realschule, der von Schülerinnen und Schülern unter Leitung von Frau Christine Hoffmann im „Haushalt und Ernährung“-Unterricht gebacken wurde, enthielt insgesamt vier kleine Figuren, so dass Frau Hippmann und Herr Müller vier Könige krönen konnten. Doch nicht nur die „gekrönten“ Schüler können sich auf das kommende Schuljahr freuen, denn alle Schüler haben die Wahl, mit der neuen Fremdsprache auch eine neue Lebensweise kennenzulernen.  

Frank Harris (1856-1931) sagte einmal „Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet”. Wie schön, dass die Schülerinnen und Schüler durch diesen köstlichen Ausflug nach Frankreich nicht nur ihr Wissen über unser Nachbarland erweitern konnten, sondern bei dem ein oder anderen bereits die Liebe zu dieser schönen Sprache entfacht wurde. 

Realschule Selb investiert 1700 € zur Steigerung der Lesekompetenz

„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten“. Mit diesem Zitat von Aldous Huxley wird deutlich, dass Lesen eine absolute Lebenskompetenz ist, die den Grundstein für ein erfolgreiches Leben bildet. Leider, das zeigt die aktuelle Iglu-Studie, fällt es immer mehr Kindern und Jugendlichen in Deutschland schwer, Texte richtig zu lesen und zu verstehen.

 

An der Realschule in Selb widmete man sich bereits seit Schuljahresbeginn verstärkt dieser Thematik und die Schule investierte dafür bisher gut 1700 €. So wurden von der Englischlehrkraft Cornelia Legath und der Deutschlehrerin Juliane Franz zwei neue Leseprojekte ins Leben gerufen.

Frau Legath, die erfahrende Fremdsprachenlehrerin, betont, wie wichtig die Leseleistung für das Bestehen der Abschlussprüfung ist, da diese einen hohen Textanteil aufweist. Deswegen setzte sie sich dafür ein, den Jahrgangsstufen neun und zehn englischsprachige Bücher wie „Bend it like Beckham“ oder „Cloning Miranda“ zur Verfügung zu stellen. Diese können von den Schülern individuell ausgeliehen und gelesen werden. „Das Angebot wurde bereits seit der ersten Woche an gut angenommen“, berichtete Frau Legath und so ist es geplant, dieses Angebot auch für die niederen Jahrgangsstufen auszuweiten.

Für die Jahrgangsstufen fünf bis acht existieren seit diesem Jahr deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher im Klassensatz, die nun in Vertretungsstunden gemeinsam gelesen werden. Damit soll die Leseförderung nun nicht mehr nur ein Lernfeld des Deutschunterrichts darstellen, sondern in allen Fächern trainiert und gefördert werden. Nach Aussage der Deutschlehrerin Juliane Franz ist das Ziel der Maßnahme, den Kindern- und Jugendlichen den Spaß am Lesen zu vermitteln. Denn nur, wenn die Schüler immer wieder zu einem Buch greifen und regelmäßig lesen, kann sich ihre Leseleistung verbessern. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt und die Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden, wurden Jugendbücher zu aktuellen Themen gewählt. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler mit abstimmen und so lesen beispielsweise die Achtklässler den Thriller „Erebos“ von Ursula Poznanski, bei dem es um ein faszinierendes, aber zugleich äußerst gefährlichem Computerspiel geht. Außerdem wurden gemischte Bücherkisten zusammengestellt, so dass die Schüler ganz nach ihrem Interesse auch mal ein Sachbuch oder einen Comic lesen können.

Den Schülerinnen und Schülern wurden soweit weitere Möglichkeiten eröffnet, um individuell aber auch im Klassenverband die Freude am Lesen zu entdecken. Der ein oder andere Schüler freut sich sicher, bei diesem Wetter entspannt auf dem Sofa zu liegen und in einem Buch zu schmöckern.

„So lautet das Gesetz, Kumpel“ - Drogenpräventionsprojekt

Frau Guth, Herr Wunderlich und Herr Grimm bei der Beantwortung der vielen Fragen und dem Verteilen des begehrten fluoreszierenden Steines! 

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konsumieren Jugendliche im Alter von 14,9 Jahren das erste Mal Alkohol. Nicht selten führen vermeintlicher Gruppenzwang, Leistungsdruck, schulische und familiäre Probleme oder einfach der Reiz, etwas Verbotenes zu tun, dazu, dass Jugendliche regelmäßig Alkohol oder Zigaretten konsumieren. Ein „Aufstieg“ zu illegalen Drogen ist für Jugendliche, v.a. wenn eine „leichte Verfügbarkeit“ gegeben ist, leichter denn je und ein Ausstieg aus dem Drogenmilieu ist nur sehr schwer zu bewältigen. Aufgrund dieser Tatsache fand vom 15.-17.01.2018 für alle achten und neunten Klassen der Realschule Selb ein vertiefendes Drogenpräventionsprojekt in Zusammenarbeit mit Zollbeamten statt. 

 

Bereits im September besuchte die achte und neunte Jahrgangsstufe der Realschule Selb den Revolution Train, den Anti-Drogen-Zug aus Prag, der auf seiner Herbsttour in Bayern erstmals in Selb gastierte. Dieser erzählte multimedial die Geschichte von Jugendlichen, die dem Drogenkonsum verfallen waren und dadurch gleich mehrere Leben zerstört wurden. „So lautet das Gesetz, Kumpel“ ist nun das erste Folgeprogramm, das in Zusammenarbeit des Stiftungsfonds Nové Cesko und der Nationalen Antidrogenzentrale der Polizei der Tschechischen Republik entstanden ist und an der Realschule Selb durchgeführt wurde.

In dem Zug war zu sehen, wie mehrfach Gesetze gebrochen wurden. Der Konsum von hartem Alkohol und Zigaretten unter 18 Jahren, das vermeintlich harmlose Kiffen eines Joints, der Besitz und Handel von Drogen wie Ecstasy und Crystal, das Fahren eines PKWs unter Rauschmitteleinfluss, Diebstahl und bewaffneter Raub. Die Liste war lang und die Schülerinnen und Schüler widmeten sich in dem Folgeprogramm jeweils drei Stunden lang diesen Gesetzesverstößen. Als Experten beantworteten die Zollbeamten Annette Guth, Roland Wunderlich und Klaus Grimm die Fragen der Jugendlichen zusammen mit der betreuenden Lehrkraft Juliane Franz. Was ist legal, was ist illegal? Wann liegt eine Ordnungswidrigkeit vor und wann begeht man eine Straftat? Womit muss man rechnen, wenn man beispielsweise Drogen aus Tschechien einführt? Wie wirken Drogen und wie kann man davon loskommen? Das alles interessierte die Jugendlichen brennend, die es sichtlich schätzten, ihre Fragen an „echte“ Zollbeamte stellen zu dürfen. Die Antworten waren manchmal ganz klar, auf andere Fragen war es wesentlich schwerer, die richtigen Worte zu finden. Beispielsweise wollte eine Schülerin wissen, warum Alkohol „legal“ sei, wobei diese Droge doch so viel zerstören kann. Auch bei anderen Erläuterungen der Zollbeamten, beispielsweise zu den verbotenen „Kräutermischungen“, den „Legal Highs“, waren die Jugendlichen besonders aufmerksam. Nach gut 120 Minuten war der Redebedarf der Schülerinnen und Schüler noch nicht gedeckt und viele Fragen mussten auf einen Folgetermin verschoben werden.

Am Ende des Projektes ergriffen die Zollbeamten noch einmal das Wort an die Schüler. Sie bestärkten diese darin, ihren eigenen Weg zu gehen, ihre Freiheiten und Chancen auf ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben zu nutzen, ohne sich abhängig zu machen von anderen Menschen oder Substanzen. Drogen können keine Probleme lösen und auch kein Licht am Ende des Tunnels sein. An dieses Projekt wird die Realschüler ein fluoreszierender Stein erinnern, den sie als Geschenk von den Beamten überreicht bekamen. „Man kann sein ganzes Leben versauen, wenn man Drogen einnimmt!“ Mit diesem Statement eines Achtklässlers, wurde ein überaus horizonterweiterndes Projekt beendet.

„Miteinander Kochen und Genießen“ an der Realschule Selb

Unter diesem Motto fand inzwischen schon der zweite „Eltern - Kind - Kochabend“ in der Schulküche der Staatlichen Realschule Selb statt. Eine stattliche Anzahl von Eltern mit ihren Kindern aus den 5.Klassen bereiteten unter Anleitung der Fachlehrerinnen Frau Hofmann und Frau Lang Flammkuchen, Pizza, ein buntes Salatbuffet und eine Crème Brulée mit weihnachtlichen Gewürzen zu.

Nachdem der erste Kochabend, der im Rahmen der „Woche für Gesundheit und Nachhaltigkeit“ stattfand, so viel Anklang gefunden hatte, waren sich die Teilnehmer schnell einig, dass weitere Abende folgen sollten.

Eltern und Kinder der 5. Klassen dürfen sich in diesem Schuljahr nun alle vier bis sechs Wochen auf ein Kochevent in der modernen und gut ausgestatteten Schulküche der Realschule freuen.

Mit dem Kochkurs erweitert die Realschule Selb ihr bewährtes Konzept einer „guten, gesunden Schule“, um ein weiteres attraktives Angebot.

Realschüler aus Selb entdeckten die Welt des Porzellans

Selb hat inzwischen weit mehr als Porzellan vorzuweisen, jedoch ist und bleibt dieses Kunsthandwerk immer ein wesentlicher Teil der oberfränkischen Stadt. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Realschule konnten diese Welt des Porzellans im Porzellanikon entdecken und zu ihrer großen Freude selbst zum Porzellankünstler werden.

 

Aufgeregt und gespannt warteten die kunstbegeisterten Realschüler darauf, diesen kostbaren Rohstoff selbst bearbeiten zu dürfen. Die Mitarbeiter des Porzellanikons und die Kunstlehrerin der Realschule, Frau Ehrenhofer, gaben den Sechstklässlern viele Inspirationen und Ideen mit auf den Weg, damit die Schülerinnen und Schüler eigenen Christbaumschmuck aus den Porzellanplatten ausschneiden konnten. Fleißig und völlig in die Arbeit vertieft entstanden so an einem Vormittag über zweihundert Porzellananhänger.

Die Mitarbeiter des Porzellanikons erläuterten den Schülerinnen und Schülern bei einem anschließenden Rundgang fachkundig den Weg von dem rohen Porzellan zum fertigen Porzellanstück und wiesen darauf hin, wie schwierig es ist, Porzellan zu bemalen.

Die Schülerinnen lernten dabei auch den Brennofen kennen, mit dem man ursprünglich das Porzellan brannte. Der beeindruckende, überdimensionale Ofen, der über drei Stockwerke geht und den man heute begehen kann, lässt nur erahnen, was für eine Schwerstarbeit und zugleich Handwerkskunst die Porzellanherstellung war. Es erforderte eine ganze Menge an Wissen und Erfahrung, um den Ofen mit Unmengen von Kohle auf die richtige Temperatur aufzuheißen und die Kunstwerke im richtigen Moment wieder herauszuholen.

Die Porzellananhänger der Realschüler wurden hingegen in einem industriellen Brennofen ausgehärtet, doch aus dies ist mit hohen Kosten verbunden, da Porzellan bei circa 1000 Grad gebrannt wird.

Mit noch mehr Freude und Tatendrang wurden bei einem zweiten Museumsbesuch die ausgehärteten Porzellanstücke von den hochmotivierten Sechstklässlern mit Porzellanfarben angemalt.

Durch diese Kooperation mit dem Porzellanikon konnten die Schülerinnen und Schüler nun ein Stück Heimat und Tradition nicht nur verstehen, sondern mit allen Sinnen erfahren. Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle dem Team des Porzellanikons und im Besonderen der leitenden Museumspädagogin Frau Claudia Meißner, die den Realschülern einen Blick über den Tellerrand, oder bessergesagt in die Welt des Porzellans, aufgezeigt haben.

Zu Besuch in einem Land vor unserer Zeit – Realschüler aus Selb besuchen das Urwelt-Museum Bayreuth

Am 14.11.2017 besuchten die sechsten Klassen der Staatlichen Realschule Selb das Urwelt-Museum in Bayreuth. Die insgesamt 45 Schülerinnen und Schüler hatten hier die Gelegenheit, Fossilien und Lebewesen aus vergangenen Zeiten hautnah und eindrucksvoll zu erleben.

Bereits während der Anreise im Bus waren die Teilnehmer/-innen gut gelaunt und voller Vorfreude. In Bayreuth angekommen hielt das Urwelt-Museum zahlreiche Überraschungen bereit, da es für viele Klassenmitglieder die erste Begegnung mit Dinosauriern aus der Urzeit war. Während einer Museumsrallye erforschten die Schülerinnen und Schüler das Museum selbstständig. Die zahlreichen Aufträge schickten die Mädchen und Jungen kreuz und quer durch das Gebäude. Der begehbare Nachbau eines Goldkristalls, welcher aus milliardenfach vergrößerten Goldatomen und Spiegeln zusammengesetzt ist, war das absolute Highlight des Besuchs. Aber auch die Größe eines lebensechten Brachiosaurus im Garten sowie die bunte Mineraliensammlung des Museums versetzten die Schülerinnen und Schüler in Staunen.

Am Ende waren sich aber alle einig: Die Urwelt war weder verstaubt noch langweilig, sondern faszinierend und interessant.

Exkursion der 10. Klassen in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg war ein deutsches Arbeitslager, welches von 1938 bis 1945 in der Gemeinde Flossenbürg, nahe Weiden, bestand. Aufgrund seiner Granitvorkommen wurde es nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum zentralen Standort für Granitgewinnung. Auf einem Teil des ehemaligen Lagergeländes befindet sich heute eine Gedenkstätte.

Einen solchen Ort, an dem einem noch heute der eiskalte Schauer über den Rücken läuft, kann man kaum authentischer als bei Außentemperaturen um die 0 Grad Celsius und Nieselregen erleben. Auf dem damaligen Appellplatz, den die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen besichtigten, hörte man Schülerstimmen wie „Mir ist so kalt“.

Die vier eingeteilten Schülergruppen erhielten während eines Rundgangs zahlreiche Informationen über das Leben der Häftlinge des Lagers. Im ehemaligen Häftlingsbad war das Ausmaß der Grausamkeiten besonders deutlich zu erkennen. Hier wurden Gefangene geschoren, nackt mit heißem sowie kaltem Wasser gequält und auf brutalste Art und Weise verprügelt. Der mental sehr belastende Abschluss des Rundgangs führte die Schülergruppen in das Krematorium des Lagers. Im wahrsten Sinne des Wortes herrschte dort Totenstille. Die Jugendlichen besichtigten mit deutlich betroffenen Gesichtszügen diesen Ort des Schreckens.

Auch auf der Heimfahrt war die Stimmung in den Bussen nachdenklich und gedämpft. Jedoch war auch die Dankbarkeit und Erleichterung der Schülerinnen und Schüler spürbar, dass sie in einer anderen, friedlichen Zeit aufwachsen können. Jedes Jahr aufs Neue zeigt sich, wie wichtig diese Exkursion für das Verständnis der NS-Zeit ist und, dass es unerlässlich ist, jüngere Generationen mit diesen Orten zu konfrontieren. 

Robuste Kids – Eine Woche voller Bewegung und gesunder Ernährung

Immer wieder liest man in Studien, dass viele Schulkinder übergewichtig sind. Die Gründe dafür sind vielschichtig, finden sich jedoch meist in der Kombination von zu wenig Bewegung und falscher Ernährung. Das Projekt „Robuste Kids“ im Teuschnitzer Jugendbildungshaus „Am Knock“ will dem entgegenwirken. Für die Klassen der 5a und 5b der Staatlichen Realschule Selb startete die „Robuste Kids“ - Woche am Montag, den 09. Oktober, mit der Zimmerverteilung, einer Hausführung und dem kreativen Gestalten von Türschildern. Es folgten fünf aufregende Tage mit vielfältigen Programmpunkten, die von den Teamern des Jugendbildungshauses gestaltet wurden.

Sportliche Betätigung ist eine der Grundsäulen des Projektes. Deshalb wurde sich viel bewegt, beispielsweise bei einer Trainingseinheit zum Körperbewusstsein in der Turnhalle. Dick eingepackt ging es auch an die frische Luft in den Wald, wo mit Hilfe erlebnispädagogischer Bewegungsaufgaben alle Sinne geschärft wurden. Gab es einmal Zeit zum Durchschnaufen, so konnte diese in der aktiven Pause genutzt werden, um Fußball oder Billard zu spielen. Auch wurden die Wanderschuhe geschnürt, um zu Fuß zu einem nahegelegenen Bio-Bauernhof zu gelangen. Dort konnten die Kinder Kühe, Hühner, Gänse und Hasen füttern und streicheln. Ganz nebenbei erfuhren sie, woher Grundnahrungsmittel wie Fleisch und Milchprodukte kommen. Auch den Besuch im Tropenhaus Tettau, wo exotische Früchte wie Avocados, Papayas, und auch die eher weniger bekannten Lulos, eine Mischung aus Orange und Tomate, sowie feurig scharfe Chilis entdeckt werden konnten, fanden die neugierigen Realschüler sehr interessant. So lässt sich unter anderem auch der Wirsberger Sternekoch Alexander Herrmann stets mit diesen reifen Früchten und Nilbarschen, welche ebenfalls vor Ort gezüchtet werden, beliefern.

Die zweite Grundsäule des Projektes „Robuste Kids“ besteht aus einer gesunden sowie ausgewogenen Ernährung, so standen vor allem sehr leckere Mahlzeiten wie Fisch oder ein vielfältiges sowie buntes Salatbuffet auf dem Speiseplan. Großen Andrang gab es bei der sogenannten „Burger-Party“, bei der die Burger mit reichlich frischem Gemüse belegt werden konnten. Zudem kochten die Fünftklässler einmal ihr Essen auch selbst, da schmeckten Nudeln, selbstgemachte Tomatensoße und Brokkoli sowie Muffins gleich viel besser. Mit Hilfe ihres „Manager-Buches“ führten sie aufschlussreiche Experimente zu Zucker in Getränken oder versteckten Fetten durch. Auch vom Thema Energiebilanz zeigten sich die jungen Forscher beeindruckt: Nachdem jedes Kind einen Schokoriegel gegessen hatte, mussten die Schüler insgesamt neun Minuten Dauerlauf absolvieren, um diese 100 Kalorien wieder zu verbrennen.

Das vielfältige Programm war nach dem Abendessen noch lange nicht beendet, so war insbesondere die Nachtwanderung zu einer Kapelle mitten im Wald sehr aufregend. Ein weiteres Highlight war zudem die Haus „Am Knock“-Rallye, bei der die Schüler im Haus versteckte Kontrollpunkte finden und anschließend verschiedene Aufgaben lösen mussten, um somit Punkte zu sammeln: So galt es, ein Gruppenmitglied als Einhorn zu verkleiden, akrobatische, künstlerische sowie kreative Vorführungen darzubieten oder gar seine Zahnbürste vorzuzeigen. Ehe man sich umsehen konnte, fand diese erfahrungs- und ereignisreiche Woche mit einem „Bunten Abend“ ihren würdigen Ausklang. Nach dem Frühstück stand letztlich die Abreise nach Selb bevor und die Realschüler konnten sicherlich viele Tipps zu einer gesunden Lebensweise sowie ausgewogenen Ernährung mit nach Hause nehmen.

Interaktive Drogenprävention für die Realschüler

Am 25. und 26. September besuchte die achte und neunte Jahrgangsstufe der Realschule Selb den Revolution Train. Der Anti-Drogen-Zug, der Jugendliche für die Themen Drogenkonsum, Abhängigkeit, aber auch Verantwortungsübernahme für sich und andere sensibilisiert, befindet sich derzeit auf seiner ersten Tour durch Bayern.

Ein umgebauter Panzerzug erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von zwei Jugendlichen, die der zerstörerischen Kraft der Drogen zum Opfer gefallen sind. Auf sehr eindringliche Weise, aber ohne erhobenen Zeigefinger, konnten die Realschüler sehen, welche weitreichenden Konsequenzen Drogenkonsum haben kann. Als die Schülerinnen und Schüler das Ende des Zuges erreicht hatten, waren sie sehr nachdenklich geworden.

Die Realschüler als auch die begleitenden Lehrkräfte waren von der Umsetzung beeindruckt, denn dieses einzigartige Konzept erzeugte große Betroffenheit.

Bevor es für die Realschüler jedoch zurück zur Schule ging, warteten noch Zoll-Beamte auf die Jugendlichen. Diese stellten die Aufgaben und Handlungsfelder eines Zollbeamten vor und die Schülerinnen und Schüler konnten selbst austesten, wie mithilfe eines Scanapparats Koffer und Handtaschen durchleuchtet und verbotene Substanzen und versteckte Waffen aufgespürt werden können.

Staatl. Realschule Selb
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