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Siebtklässler erschließen sich physikalische Phänomene beim Techniktag im Selber Porzellanikon

Im Rahmen der Techniktage im Porzellanikon wurde den siebten Klassen der Realschule Selb die Möglichkeit gegeben, durch spielerisches Lernen und Erforschen selbstständig wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

 

Wie ein Domino funktioniert, ist den meisten Jugendlichen seit frühster Kindheit bekannt. Dass sich hinter diesem Spiel jedoch die Veranschaulichung einer Kettenreaktion basierend auf der Energieerhaltung verbirgt, wurde vielen Heranwachsenden erst durch die Experimente im Porzellanikon Selb bewusst.

 

Anhand von verschiedensten Materialien, die man den Jungen und Mädchen zur Verfügung stellte, waren der Kreativität und Fantasie der Schüler beim Bau einer scheinbar endlosen Reihe von Domino- und Legosteinen keine Grenzen gesetzt. Somit wurde ganz spielerisch eine Kettenreaktion simuliert und diese ersten Erkenntnisse konnten später bei der Herstellung einer Rakete angewandt werden.

 

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren zudem, dass für das Experimentieren nicht nur Geschick und Feinmotorik gefragt sind, sondern dass man beim Forschen auch Durchhaltevermögen beweisen muss, da beispielsweise das Domino immer wieder einen Einsturz erlebte.

 

Das Bemühen wurde letztendlich damit belohnt, dass sich das Ergebnis sehen lassen konnte und es einen fast reibungslosen Showdown gab.

 

Bei der Herstellung einer Wasserrakete mussten die kleinen Wissenschaftler zu anderen Materialien greifen und Schere, Kleber, Pappkarton und Plastikflaschen waren gefragt. Aber auch hier war das Schönste, dass das benötigte Wissen nicht aus dem Buch erlernt wurde, sondern durch anschauliche Anleitung und durch den praktischen Versuch. Das Highlight der Schülerinnen und Schüler war letztendlich das Motto: „Selb! Wir haben kein Problem! Unsere Raketen fliegen.“

 

Mit einem herzlichen Dank an das Team des Porzellanikons bedankt sich die Realschule Selb für diesen interessanten Vormittag, der bei dem ein oder anderen Schüler ein ganz neues Bewusstsein und Interesse an Naturwissenschaften geweckt hat.

Spuren von Größenwahnsinn

 

Nürnberg ruft wie kaum eine andere Stadt Erinnerungen an die Zeit des „Dritten Reiches“ wach: Neben der Bestimmung zur „Stadt der Reichsparteitage“ wurden hier 1935 die berüchtigten „Nürnberger Gesetze“ erlassen, die Juden und andere Minderheiten entrechteten. Hier lag die Wirkungsstätte des krankhaften Antisemiten und fränkischen Gauleiters Julius Streicher. Im Zweiten Weltkrieg sank die Innenstadt Nürnbergs durch Bombenangriffe der alliierten Luftstreitkräfte zu über 90 % in Schutt und Asche und war ein Symbol der Zerstörung. Und hier zogen schließlich die Siegermächte in den „Nürnberger Prozessen“ NS-Täter zur Rechenschaft.

 

Am Freitag, den 13.09.2019, fuhren die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Realschule Selb im Rahmen des Geschichtsunterrichts nach Nürnberg, um das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zu besuchen.

 

Auf dem Programm stand zunächst eine circa 90-minütige Geländebegehung, bei der die authentischen Orte Kongressbau, Große Straße und Zeppelinfeld besichtigt wurden. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärte nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläuterte auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

 

Anschließend erfolgte eine Einführung in die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“, in der vielfältige Materialien die Hintergründe und Strukturen erschließen, die besonders in den Anfangsjahren des Regimes zu Massenbegeisterung und kultischer Verehrung von Hitler geführt hatten. Nach dieser Einführung war es für die Schüler die Aufgabe, verschiedene Bereiche der Ausstellung unter Nutzung eines Audioguides und konkreter Arbeitsaufträge sich eigenständig zu erschließen.

 

Die Veranstaltung leistete einen wertvollen Beitrag dazu, auf Basis eines fundierten Geschichtsbewusstseins, sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft verantwortungsvoll und immer sensibilisiert gegen jedwede Art von Diskriminierung und Verführung gestalten zu können.

Sozialkompetenzen spielerisch erlernen

Erlebnispädagogik gilt heute als wichtiger Teilbereich der Erziehung. Schlüsselqualifikationen wie z.B. soziale Kompetenz oder Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gewinnen in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung. Einen wichtigen Grundstein dafür legt die Realschule Selb seit einigen Jahren, indem sie den Kindern der 7. Jahrgangsstufe zu Beginn des Schuljahrs einen erlebnispädagogischen Tag auf den Stundenplan setzt.

 

Fernab vom herkömmlichen Unterricht im Klassenzimmer lernten die Schüler in Kleingruppen Teamfähigkeit, Selbstver-trauen und Verantwortungsbewusstsein in der Praxis kennen. Angeleitet wurden sie dabei von den geschulten Erlebnis-pädagogen des Vereins „Learning Campus“. Vier Stationen galt es zu absolvieren, von denen jede ihren eigenen Beitrag zum Entwickeln des Wir-Gefühls leistete. Verantwortung gegenüber anderen und auch sich selbst zu übernehmen wurde beim Bogenschießen gelehrt. Teamfähigkeit war beim Zusammenbau einer Seifenkiste samt anschließendem Wettrennen gefragt. Bei einer weiteren Station sollten die Schüler eine Leiter überklettern. Das Problem: Sie stand freischwebend senkrecht und wurde lediglich durch die Teammitglieder gesichert, die sie mit Seilen aufrecht und ruhig halten mussten. Für etliche Kinder stellte dies ein völlig neues Erlebnis dar, zugleich den anderen zu vertrauen und gleichzeitig, die eigenen Ängste zu überwinden. Die nötige Sicherheit war aber durch professionelle Kletterausrüstung und gewissenhafte Seilsicherung stets gewährleistet. Die letzte Station war schließlich ein Slackline-Parcours. Auch hier spielten Mut, Gleichgewicht und gegenseitige Hilfe eine große Rolle, denn nur so konnte das Hindernis überwunden werden.

Den Abschluss des erlebnispädagogischen Tags bildete dann noch ein Kooperationsspiel.

 

Insgesamt blickten die Siebtklässler, aber auch ihre begleitenden Klassleiter begeistert auf das Erlebte zurück. Die positiven Effekte auf die Klassengemeinschaft, das soziale Miteinander und die Persönlichkeitsentwicklung sind genauso unbestreitbar wie die Tatsache, dass diese Kompetenzen auf spielerische Weise und mit viel „Action“ und Spaß weiterent-wickelt wurden.

WORK LOCAL - THINK GLOBAL

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Treffender könnte man die Wirtschaftsregion Hochfranken nicht auf den Punkt bringen, denn nirgendwo in Europa und dem Rest der Welt sind mehr Weltmarktführer und „Hidden Champions“ auf engerem Raum vorhanden.

 

Die Branchenstruktur reicht dabei von Automotive über Logistik und Greentech, bis hin zu Unternehmen, die innovative Materialien entwickeln. Gerade für die junge Generation bietet der Norden Bayerns vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten.

 

Aus diesem Grund informierte Projektmanagerin Lena Bösel vom Verein Wirtschaftsregion Hochfranken e.V. die Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufen der Realschule Selb ausführlich über die Vorzüge der Region in beruflicher Hinsicht. Zudem erfuhren die zukünftigen Realschulabsolventen weitere Tipps und Hinweise zu Ausbildungsmessen und Praktikumsmöglichkeiten sowie Wege bezüglich ihres weiteren Werdeganges in der Region. Auch das Handwerk wurde positiv hervorgehoben, da es gerade in heutiger Zeit goldenen Boden besitzt. Zum Abschluss erhielten die interessierten Schülerinnen und Schülern kleine „Schultaschen“, welche nützliches Informationsmaterial zur beruflichen Orientierung enthielten.

Kooperation von Schule und Wirtschaft

Die Vishay Electronic GmbH lud die Lehrkräfte der Realschule am 09.09.2019 zur Betriebsbesichtigung und zum gemeinsamen Gespräch ein. Die Kooperation zwischen der Realschule und dem Selber Elektronik-unternehmen ist ein Anliegen beider Parteien und wird seit Jahren gepflegt.

 

Vishay ist als langjähriger Förderer der Realschule Selb eng mit der Schulfamilie verbunden, da diese z.B. die Teilnahme am EU-Leonardo Sprachprogramm unter-stützen. Auch ist das Großunternehmen, welches weltweit im Bereich der elektronischen Bauelemente führend ist, ein beliebter Praktikums- und Ausbildungsbetrieb bei den Realschülern.

 

Schulleiterin Kerstin Janke nutzte den Besuch als Anlass, um mit Herrn Detlef Sachs, dem Leiter der kaufmännischen Ausbildung und innerbetrieblichen Weiterbildung, sowie weiteren Ausbildungsleitern und Mitarbeitern der Firma Vishay ins Gespräch zu kommen. Bei einer Betriebsführung erhielten die Lehrerinnen und Lehrer einen Einblick in die vielfältigen Produktions-abläufe und erfuhren Details zu den Ausbildungs-möglichkeiten der Realschüler. Auch kam es zu einem Austausch, wie man die Schülerinnen und Schüler besser auf den Übertritt ins Berufsleben vorbereiten könne.

 

Die Realschule Selb bedankt sich vielmals für diesen Blick über den Tellerrand und hofft auf eine weiterhin gewinnbringende Zusammenarbeit!

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