Projekte und Exkursionen

Realschüler aus Selb entdeckten die Welt des Porzellans

Selb hat inzwischen weit mehr als Porzellan vorzuweisen, jedoch ist und bleibt dieses Kunsthandwerk immer ein wesentlicher Teil der oberfränkischen Stadt. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Realschule konnten diese Welt des Porzellans im Porzellanikon entdecken und zu ihrer großen Freude selbst zum Porzellankünstler werden.

 

Aufgeregt und gespannt warteten die kunstbegeisterten Realschüler darauf, diesen kostbaren Rohstoff selbst bearbeiten zu dürfen. Die Mitarbeiter des Porzellanikons und die Kunstlehrerin der Realschule, Frau Ehrenhofer, gaben den Sechstklässlern viele Inspirationen und Ideen mit auf den Weg, damit die Schülerinnen und Schüler eigenen Christbaumschmuck aus den Porzellanplatten ausschneiden konnten. Fleißig und völlig in die Arbeit vertieft entstanden so an einem Vormittag über zweihundert Porzellananhänger.

Die Mitarbeiter des Porzellanikons erläuterten den Schülerinnen und Schülern bei einem anschließenden Rundgang fachkundig den Weg von dem rohen Porzellan zum fertigen Porzellanstück und wiesen darauf hin, wie schwierig es ist, Porzellan zu bemalen.

Die Schülerinnen lernten dabei auch den Brennofen kennen, mit dem man ursprünglich das Porzellan brannte. Der beeindruckende, überdimensionale Ofen, der über drei Stockwerke geht und den man heute begehen kann, lässt nur erahnen, was für eine Schwerstarbeit und zugleich Handwerkskunst die Porzellanherstellung war. Es erforderte eine ganze Menge an Wissen und Erfahrung, um den Ofen mit Unmengen von Kohle auf die richtige Temperatur aufzuheißen und die Kunstwerke im richtigen Moment wieder herauszuholen.

Die Porzellananhänger der Realschüler wurden hingegen in einem industriellen Brennofen ausgehärtet, doch aus dies ist mit hohen Kosten verbunden, da Porzellan bei circa 1000 Grad gebrannt wird.

Mit noch mehr Freude und Tatendrang wurden bei einem zweiten Museumsbesuch die ausgehärteten Porzellanstücke von den hochmotivierten Sechstklässlern mit Porzellanfarben angemalt.

Durch diese Kooperation mit dem Porzellanikon konnten die Schülerinnen und Schüler nun ein Stück Heimat und Tradition nicht nur verstehen, sondern mit allen Sinnen erfahren. Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle dem Team des Porzellanikons und im Besonderen der leitenden Museumspädagogin Frau Claudia Meißner, die den Realschülern einen Blick über den Tellerrand, oder bessergesagt in die Welt des Porzellans, aufgezeigt haben.

Zu Besuch in einem Land vor unserer Zeit – Realschüler aus Selb besuchen das Urwelt-Museum Bayreuth

Am 14.11.2017 besuchten die sechsten Klassen der Staatlichen Realschule Selb das Urwelt-Museum in Bayreuth. Die insgesamt 45 Schülerinnen und Schüler hatten hier die Gelegenheit, Fossilien und Lebewesen aus vergangenen Zeiten hautnah und eindrucksvoll zu erleben.

Bereits während der Anreise im Bus waren die Teilnehmer/-innen gut gelaunt und voller Vorfreude. In Bayreuth angekommen hielt das Urwelt-Museum zahlreiche Überraschungen bereit, da es für viele Klassenmitglieder die erste Begegnung mit Dinosauriern aus der Urzeit war. Während einer Museumsrallye erforschten die Schülerinnen und Schüler das Museum selbstständig. Die zahlreichen Aufträge schickten die Mädchen und Jungen kreuz und quer durch das Gebäude. Der begehbare Nachbau eines Goldkristalls, welcher aus milliardenfach vergrößerten Goldatomen und Spiegeln zusammengesetzt ist, war das absolute Highlight des Besuchs. Aber auch die Größe eines lebensechten Brachiosaurus im Garten sowie die bunte Mineraliensammlung des Museums versetzten die Schülerinnen und Schüler in Staunen.

Am Ende waren sich aber alle einig: Die Urwelt war weder verstaubt noch langweilig, sondern faszinierend und interessant.

Exkursion der 10. Klassen in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg war ein deutsches Arbeitslager, welches von 1938 bis 1945 in der Gemeinde Flossenbürg, nahe Weiden, bestand. Aufgrund seiner Granitvorkommen wurde es nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum zentralen Standort für Granitgewinnung. Auf einem Teil des ehemaligen Lagergeländes befindet sich heute eine Gedenkstätte.

Einen solchen Ort, an dem einem noch heute der eiskalte Schauer über den Rücken läuft, kann man kaum authentischer als bei Außentemperaturen um die 0 Grad Celsius und Nieselregen erleben. Auf dem damaligen Appellplatz, den die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen besichtigten, hörte man Schülerstimmen wie „Mir ist so kalt“.

Die vier eingeteilten Schülergruppen erhielten während eines Rundgangs zahlreiche Informationen über das Leben der Häftlinge des Lagers. Im ehemaligen Häftlingsbad war das Ausmaß der Grausamkeiten besonders deutlich zu erkennen. Hier wurden Gefangene geschoren, nackt mit heißem sowie kaltem Wasser gequält und auf brutalste Art und Weise verprügelt. Der mental sehr belastende Abschluss des Rundgangs führte die Schülergruppen in das Krematorium des Lagers. Im wahrsten Sinne des Wortes herrschte dort Totenstille. Die Jugendlichen besichtigten mit deutlich betroffenen Gesichtszügen diesen Ort des Schreckens.

Auch auf der Heimfahrt war die Stimmung in den Bussen nachdenklich und gedämpft. Jedoch war auch die Dankbarkeit und Erleichterung der Schülerinnen und Schüler spürbar, dass sie in einer anderen, friedlichen Zeit aufwachsen können. Jedes Jahr aufs Neue zeigt sich, wie wichtig diese Exkursion für das Verständnis der NS-Zeit ist und, dass es unerlässlich ist, jüngere Generationen mit diesen Orten zu konfrontieren. 

Robuste Kids – Eine Woche voller Bewegung und gesunder Ernährung

Immer wieder liest man in Studien, dass viele Schulkinder übergewichtig sind. Die Gründe dafür sind vielschichtig, finden sich jedoch meist in der Kombination von zu wenig Bewegung und falscher Ernährung. Das Projekt „Robuste Kids“ im Teuschnitzer Jugendbildungshaus „Am Knock“ will dem entgegenwirken. Für die Klassen der 5a und 5b der Staatlichen Realschule Selb startete die „Robuste Kids“ - Woche am Montag, den 09. Oktober, mit der Zimmerverteilung, einer Hausführung und dem kreativen Gestalten von Türschildern. Es folgten fünf aufregende Tage mit vielfältigen Programmpunkten, die von den Teamern des Jugendbildungshauses gestaltet wurden.

Sportliche Betätigung ist eine der Grundsäulen des Projektes. Deshalb wurde sich viel bewegt, beispielsweise bei einer Trainingseinheit zum Körperbewusstsein in der Turnhalle. Dick eingepackt ging es auch an die frische Luft in den Wald, wo mit Hilfe erlebnispädagogischer Bewegungsaufgaben alle Sinne geschärft wurden. Gab es einmal Zeit zum Durchschnaufen, so konnte diese in der aktiven Pause genutzt werden, um Fußball oder Billard zu spielen. Auch wurden die Wanderschuhe geschnürt, um zu Fuß zu einem nahegelegenen Bio-Bauernhof zu gelangen. Dort konnten die Kinder Kühe, Hühner, Gänse und Hasen füttern und streicheln. Ganz nebenbei erfuhren sie, woher Grundnahrungsmittel wie Fleisch und Milchprodukte kommen. Auch den Besuch im Tropenhaus Tettau, wo exotische Früchte wie Avocados, Papayas, und auch die eher weniger bekannten Lulos, eine Mischung aus Orange und Tomate, sowie feurig scharfe Chilis entdeckt werden konnten, fanden die neugierigen Realschüler sehr interessant. So lässt sich unter anderem auch der Wirsberger Sternekoch Alexander Herrmann stets mit diesen reifen Früchten und Nilbarschen, welche ebenfalls vor Ort gezüchtet werden, beliefern.

Die zweite Grundsäule des Projektes „Robuste Kids“ besteht aus einer gesunden sowie ausgewogenen Ernährung, so standen vor allem sehr leckere Mahlzeiten wie Fisch oder ein vielfältiges sowie buntes Salatbuffet auf dem Speiseplan. Großen Andrang gab es bei der sogenannten „Burger-Party“, bei der die Burger mit reichlich frischem Gemüse belegt werden konnten. Zudem kochten die Fünftklässler einmal ihr Essen auch selbst, da schmeckten Nudeln, selbstgemachte Tomatensoße und Brokkoli sowie Muffins gleich viel besser. Mit Hilfe ihres „Manager-Buches“ führten sie aufschlussreiche Experimente zu Zucker in Getränken oder versteckten Fetten durch. Auch vom Thema Energiebilanz zeigten sich die jungen Forscher beeindruckt: Nachdem jedes Kind einen Schokoriegel gegessen hatte, mussten die Schüler insgesamt neun Minuten Dauerlauf absolvieren, um diese 100 Kalorien wieder zu verbrennen.

Das vielfältige Programm war nach dem Abendessen noch lange nicht beendet, so war insbesondere die Nachtwanderung zu einer Kapelle mitten im Wald sehr aufregend. Ein weiteres Highlight war zudem die Haus „Am Knock“-Rallye, bei der die Schüler im Haus versteckte Kontrollpunkte finden und anschließend verschiedene Aufgaben lösen mussten, um somit Punkte zu sammeln: So galt es, ein Gruppenmitglied als Einhorn zu verkleiden, akrobatische, künstlerische sowie kreative Vorführungen darzubieten oder gar seine Zahnbürste vorzuzeigen. Ehe man sich umsehen konnte, fand diese erfahrungs- und ereignisreiche Woche mit einem „Bunten Abend“ ihren würdigen Ausklang. Nach dem Frühstück stand letztlich die Abreise nach Selb bevor und die Realschüler konnten sicherlich viele Tipps zu einer gesunden Lebensweise sowie ausgewogenen Ernährung mit nach Hause nehmen.

Interaktive Drogenprävention für die Realschüler

Am 25. und 26. September besuchte die achte und neunte Jahrgangsstufe der Realschule Selb den Revolution Train. Der Anti-Drogen-Zug, der Jugendliche für die Themen Drogenkonsum, Abhängigkeit, aber auch Verantwortungsübernahme für sich und andere sensibilisiert, befindet sich derzeit auf seiner ersten Tour durch Bayern.

Ein umgebauter Panzerzug erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von zwei Jugendlichen, die der zerstörerischen Kraft der Drogen zum Opfer gefallen sind. Auf sehr eindringliche Weise, aber ohne erhobenen Zeigefinger, konnten die Realschüler sehen, welche weitreichenden Konsequenzen Drogenkonsum haben kann. Als die Schülerinnen und Schüler das Ende des Zuges erreicht hatten, waren sie sehr nachdenklich geworden.

Die Realschüler als auch die begleitenden Lehrkräfte waren von der Umsetzung beeindruckt, denn dieses einzigartige Konzept erzeugte große Betroffenheit.

Bevor es für die Realschüler jedoch zurück zur Schule ging, warteten noch Zoll-Beamte auf die Jugendlichen. Diese stellten die Aufgaben und Handlungsfelder eines Zollbeamten vor und die Schülerinnen und Schüler konnten selbst austesten, wie mithilfe eines Scanapparats Koffer und Handtaschen durchleuchtet und verbotene Substanzen und versteckte Waffen aufgespürt werden können.

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