Projekte und Exkursionen

Unsere siebten Klassen bei der Ausstellung "Klang meines Körpers"

Die interaktive Ausstellung „Klang meines Körpers – Kreative Wege aus der Ess-Störung“ ist derzeit noch bis zum 8. März in der Sparkasse Selb zu sehen. Organisiert wird sie vom Landratsamt Wunsiedel und richtet sich hauptsächlich an Schüler und Schülerinnen der weiterführenden Schulen. Auch die siebten Klassen der Realschule Selb besuchten die Ausstellung.

Unter der professionellen Anleitung von zwei Mitarbeiterinnen des Suchtarbeitskreises, Frau Gertraud Fischer und Frau Christiane Rothemund, wurden die Schüler in Arbeitsgruppen für die zahlreichen Facetten des Themas sensibilisiert. So erfuhren sie, dass das Problem nicht ausschließlich Mädchen betrifft, sondern dass auch Jungen immer öfter unter Störungen des Essverhaltens leiden.

Die interaktive Ausstellung, die sich in einen äußeren und einen inneren Rahmen gliedert, stieß bei den Siebtklässlern auf großes Interesse. Im Außenkreis wurden durch fünf Aufsteller die unterschiedlichen Aspekte der Störungen vermittelt. Dies geschah am Beispiel von Einzelschicksalen junger Menschen, die einen Weg aus der Krankheit gefunden haben. Diesen Weg verdeutlichte der Innenkreis, der von den Betroffenen selbst mit Bildern, Lieden und Texten gestaltet worden ist. Hier geben sie einen eindrucksvollen Einblick in ihr Inneres und machen dadurch auch Mut, sich mit dem Thema Ess-Störung auseinanderzusetzen.

 

Der Gedanke „Nie war ich für mich selbst gut und schön genug“, den man auf einem der Plakate lesen kann, kommt vielleicht dem ein oder anderen Besucher, auch wenn er keine Ess-Störung hat, bekannt vor. In den Medien, gerade auch in solchen, die Kinder- und Jugendliche hauptsächlich konsumieren, werden häufig Oberflächlichkeiten wie (angebliche) Schönheit und (überdurchschnittliche) Leistungsbereitschaft verkauft als der Schlüssel zum Glück. Doch ist dieses „Glück“ wirklich erstrebenswert? Dem eigenen Klang seines Körpers zu lauschen, auf die Stimme des Körpers zu hören und den eigenen Bedürfnissen zu folgen, würde wohl eher dazu beitragen, dass auch Jugendliche im „Gleichklang“ mit sich selbst leben können.

Diese Ausstellung bleibt den Schülerinnen und Schülern der Realschule sicher in Erinnerung, denn auch wenn man selbst vielleicht nicht von einer Essstörung betroffen ist, so hat sich durch den Besuch das Wissen und Verständnis über diese Thematik erweitert und so kann man vielleicht einmal einer betroffenen Person verständnisvoller zur Seite stehen.

Realschüler aus Selb nehmen erfolgreich am Informatik-Biber-Wettbewerb teil

Bildtitel: Organisator Thomas Nolan mit den besten Absolventinnen und Absolventen der Realschule Selb

Der Informatik-Biber-Wettbewerb ist Deutschlands größter Informatik-Schülerwettbewerb. Seit 2006 können daran Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 13. Klasse teilnehmen. Die interaktiven Aufgaben können allein oder im Team bearbeitet werden und sind dabei natürlich an einem Computer zu beantworten.

 

2017 verzeichnete dieser Wettbewerb laut des Betreibers (www.bwinf.de/biber/) mit 341.241 Schülerinnen und Schülern und 1898 teilnehmenden Schulen einen neuen Teilnehmerrekord. Auch von der Realschule Selb nahmen über 70 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen sechs bis neun teil. Die besten Leistungen dabei erzielten die Teams Lucas Gruosso / Patrick Guttau, Jan Fischer / Moritz Friedel und Fabio Fraas / Jonas Hüttner.

Dabei mussten Codes geknackt, Algorithmen durchschaut, Daten ausgewertet und kleinere Programmieraufgaben bearbeitet werden. Thomas Nolan, Organisator und IT-Lehrkraft an der Realschule befürwortet die Teilnahme, da informatische Grundlagen spielerisch und anwendungsorientiert abgefragt werden und so das Interesse an Informatik langfristig geweckt werden kann. Wie echte Biber mussten die Schülerinnen und Schüler bei manchen Aufgaben auch ganz schön „knabbern“, da es Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gab. Die Realschüler haben sich aber gut durchgebissen und warten schon gespannt auf´s nächste Jahr.

Für den Ernstfall gerüstet – Schüler stellen sich der Frage, was passiert, wenn der Tod ins Leben kommt

Es gibt Situationen im Leben, da reißt es einem einfach den Boden unter den Füßen weg. Solch ein Ereignis kann jeden treffen, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Zum Beispiel, wenn ein geliebter Mensch verstirbt.

Die 10. Klässler der Realschule Selb hatten sich im Religionsunterricht erst mit Fragen nach Gott beschäftigt und daraus erwuchs ein Projekt zum Thema Tod und Sterben. Wenn ein Mensch stirbt, kann das eine Vielzahl an Gefühlen auslösen: Wut, Trauer, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit. Wie geht man mit solchen Gefühlen um und was kann einem helfen, solch einen Schicksalsschlag zu verarbeiten? Die Jugendlichen erarbeiteten zuerst, was ihnen und anderen Trost spenden könnte und wie ein Trauerprozess aussieht. Sie erkannten, dass es keine richtige oder falsche Trauer gibt und dass es ganz unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Abschied zu nehmen, Erinnerungen wach zu halten und mit den Gefühlen zurecht zu kommen. In einem weiteren Schritt erstellten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen Trostkisten. Auch wenn man natürlich hofft, dass man solche Kisten nie braucht, ist es notwendig, dass diese an einer Schule existieren. Es war den Schülern freigestellt, womit sie ihre Holzkisten füllten. Alle Schüler legten aber beispielsweise eine Kerze in die Kiste, da sie meinten, dass ein Licht besonders Trost spendet. Aber auch Musik, Tee, Taschentücher, Mandalas zum Ausmalen, Stifte, Bibeln, ein Kreuz, Schokolade oder auch ganz persönliche Sprüche und mutmachende Gedanken fanden sich in den Kisten. Zur Reflexion führten die Schülerinnen und Schüler über den Projektzeitraum ein Portfolio, die Äußerungen darin zeigen, wie präsent das Thema Tod und Trauer auch bei den Jugendlichen schon ist. „Das Projekt hat mich selbst getröstet, da ich erst einen Menschen verloren habe, dem ich nahe stand“. Auch wenn diese Trostkoffer hoffentlich lange ungeöffnet bleiben, so nehmen die Jugendlichen dennoch mit, dass einem Schicksalsschläge im Leben immer wieder ereilen können, und dass es darauf ankommt, solche Situationen zu verarbeiten und sich gegebenenfalls Hilfe zu holen. 

Eine Fremdsprache zu erlernen bedeutet mehr, als nur Vokabeln zu pauken

Auch in diesem Jahr fand anlässlich des Deutsch-Französischen Tages zur Erinnerung an das 55. Jubiläum des Élysée Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich an der Realschule Selb ein ganz besonderes Highlight des Fremdsprachenunterrichts statt. So wurde für die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe die inzwischen liebgewonnene Tradition des „Königskuchen-Essens“ zelebriert.

Für die Sechstklässler gab es eine außerplanmäßige Französischstunde, in der die Schülerinnen und Schüler eine gedankliche Exkursion in das Nachbarland Frankreich machen durften. Eigentlich gibt es erst ab der siebten Jahrgangsstufe an der Realschule die Möglichkeit, die Französische Sprache in einem Wahlpflichtfach zu erlernen. Doch an diesem Tag durften die Kinder bereits in diese Fremdsprache eintauchen und Frankreich mit allen Sinnen erleben. So lauschten sie dem besonders harmonischen Klang der französischen Sprache oder lernten von den Französischlehrern Frau Christine Hippmann und Herrn Daniel Müller besondere Bräuche und Gewohnheiten unseres Nachbarlandes kennen. Der Galette des Rois, der sogenannte „Dreikönigskuchen“, gehört zum französischen Kulturgut, so wie ein Käsekuchen in keiner deutschen Konditorei fehlen darf. Der Galette des Rois, so erfuhren es die Schülerinnen und Schüler, wird im Januar gerne von den Franzosen serviert und mit Freunden gegessen. In dem Kuchen ist ein Porzellanfigürchen eingebacken und wer das entsprechende Stück erwischt, bekommt eine Krone und ist ‚König oder Königin‘.

Auch der Rois an der Realschule, der von Schülerinnen und Schülern unter Leitung von Frau Christine Hoffmann im „Haushalt und Ernährung“-Unterricht gebacken wurde, enthielt insgesamt vier kleine Figuren, so dass Frau Hippmann und Herr Müller vier Könige krönen konnten. Doch nicht nur die „gekrönten“ Schüler können sich auf das kommende Schuljahr freuen, denn alle Schüler haben die Wahl, mit der neuen Fremdsprache auch eine neue Lebensweise kennenzulernen.  

Frank Harris (1856-1931) sagte einmal „Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet”. Wie schön, dass die Schülerinnen und Schüler durch diesen köstlichen Ausflug nach Frankreich nicht nur ihr Wissen über unser Nachbarland erweitern konnten, sondern bei dem ein oder anderen bereits die Liebe zu dieser schönen Sprache entfacht wurde. 

Realschule Selb investiert 1700 € zur Steigerung der Lesekompetenz

„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten“. Mit diesem Zitat von Aldous Huxley wird deutlich, dass Lesen eine absolute Lebenskompetenz ist, die den Grundstein für ein erfolgreiches Leben bildet. Leider, das zeigt die aktuelle Iglu-Studie, fällt es immer mehr Kindern und Jugendlichen in Deutschland schwer, Texte richtig zu lesen und zu verstehen.

 

An der Realschule in Selb widmete man sich bereits seit Schuljahresbeginn verstärkt dieser Thematik und die Schule investierte dafür bisher gut 1700 €. So wurden von der Englischlehrkraft Cornelia Legath und der Deutschlehrerin Juliane Franz zwei neue Leseprojekte ins Leben gerufen.

Frau Legath, die erfahrende Fremdsprachenlehrerin, betont, wie wichtig die Leseleistung für das Bestehen der Abschlussprüfung ist, da diese einen hohen Textanteil aufweist. Deswegen setzte sie sich dafür ein, den Jahrgangsstufen neun und zehn englischsprachige Bücher wie „Bend it like Beckham“ oder „Cloning Miranda“ zur Verfügung zu stellen. Diese können von den Schülern individuell ausgeliehen und gelesen werden. „Das Angebot wurde bereits seit der ersten Woche an gut angenommen“, berichtete Frau Legath und so ist es geplant, dieses Angebot auch für die niederen Jahrgangsstufen auszuweiten.

Für die Jahrgangsstufen fünf bis acht existieren seit diesem Jahr deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher im Klassensatz, die nun in Vertretungsstunden gemeinsam gelesen werden. Damit soll die Leseförderung nun nicht mehr nur ein Lernfeld des Deutschunterrichts darstellen, sondern in allen Fächern trainiert und gefördert werden. Nach Aussage der Deutschlehrerin Juliane Franz ist das Ziel der Maßnahme, den Kindern- und Jugendlichen den Spaß am Lesen zu vermitteln. Denn nur, wenn die Schüler immer wieder zu einem Buch greifen und regelmäßig lesen, kann sich ihre Leseleistung verbessern. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt und die Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden, wurden Jugendbücher zu aktuellen Themen gewählt. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler mit abstimmen und so lesen beispielsweise die Achtklässler den Thriller „Erebos“ von Ursula Poznanski, bei dem es um ein faszinierendes, aber zugleich äußerst gefährlichem Computerspiel geht. Außerdem wurden gemischte Bücherkisten zusammengestellt, so dass die Schüler ganz nach ihrem Interesse auch mal ein Sachbuch oder einen Comic lesen können.

Den Schülerinnen und Schülern wurden soweit weitere Möglichkeiten eröffnet, um individuell aber auch im Klassenverband die Freude am Lesen zu entdecken. Der ein oder andere Schüler freut sich sicher, bei diesem Wetter entspannt auf dem Sofa zu liegen und in einem Buch zu schmöckern.

„So lautet das Gesetz, Kumpel“ - Drogenpräventionsprojekt

Frau Guth, Herr Wunderlich und Herr Grimm bei der Beantwortung der vielen Fragen und dem Verteilen des begehrten fluoreszierenden Steines! 

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konsumieren Jugendliche im Alter von 14,9 Jahren das erste Mal Alkohol. Nicht selten führen vermeintlicher Gruppenzwang, Leistungsdruck, schulische und familiäre Probleme oder einfach der Reiz, etwas Verbotenes zu tun, dazu, dass Jugendliche regelmäßig Alkohol oder Zigaretten konsumieren. Ein „Aufstieg“ zu illegalen Drogen ist für Jugendliche, v.a. wenn eine „leichte Verfügbarkeit“ gegeben ist, leichter denn je und ein Ausstieg aus dem Drogenmilieu ist nur sehr schwer zu bewältigen. Aufgrund dieser Tatsache fand vom 15.-17.01.2018 für alle achten und neunten Klassen der Realschule Selb ein vertiefendes Drogenpräventionsprojekt in Zusammenarbeit mit Zollbeamten statt. 

 

Bereits im September besuchte die achte und neunte Jahrgangsstufe der Realschule Selb den Revolution Train, den Anti-Drogen-Zug aus Prag, der auf seiner Herbsttour in Bayern erstmals in Selb gastierte. Dieser erzählte multimedial die Geschichte von Jugendlichen, die dem Drogenkonsum verfallen waren und dadurch gleich mehrere Leben zerstört wurden. „So lautet das Gesetz, Kumpel“ ist nun das erste Folgeprogramm, das in Zusammenarbeit des Stiftungsfonds Nové Cesko und der Nationalen Antidrogenzentrale der Polizei der Tschechischen Republik entstanden ist und an der Realschule Selb durchgeführt wurde.

In dem Zug war zu sehen, wie mehrfach Gesetze gebrochen wurden. Der Konsum von hartem Alkohol und Zigaretten unter 18 Jahren, das vermeintlich harmlose Kiffen eines Joints, der Besitz und Handel von Drogen wie Ecstasy und Crystal, das Fahren eines PKWs unter Rauschmitteleinfluss, Diebstahl und bewaffneter Raub. Die Liste war lang und die Schülerinnen und Schüler widmeten sich in dem Folgeprogramm jeweils drei Stunden lang diesen Gesetzesverstößen. Als Experten beantworteten die Zollbeamten Annette Guth, Roland Wunderlich und Klaus Grimm die Fragen der Jugendlichen zusammen mit der betreuenden Lehrkraft Juliane Franz. Was ist legal, was ist illegal? Wann liegt eine Ordnungswidrigkeit vor und wann begeht man eine Straftat? Womit muss man rechnen, wenn man beispielsweise Drogen aus Tschechien einführt? Wie wirken Drogen und wie kann man davon loskommen? Das alles interessierte die Jugendlichen brennend, die es sichtlich schätzten, ihre Fragen an „echte“ Zollbeamte stellen zu dürfen. Die Antworten waren manchmal ganz klar, auf andere Fragen war es wesentlich schwerer, die richtigen Worte zu finden. Beispielsweise wollte eine Schülerin wissen, warum Alkohol „legal“ sei, wobei diese Droge doch so viel zerstören kann. Auch bei anderen Erläuterungen der Zollbeamten, beispielsweise zu den verbotenen „Kräutermischungen“, den „Legal Highs“, waren die Jugendlichen besonders aufmerksam. Nach gut 120 Minuten war der Redebedarf der Schülerinnen und Schüler noch nicht gedeckt und viele Fragen mussten auf einen Folgetermin verschoben werden.

Am Ende des Projektes ergriffen die Zollbeamten noch einmal das Wort an die Schüler. Sie bestärkten diese darin, ihren eigenen Weg zu gehen, ihre Freiheiten und Chancen auf ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben zu nutzen, ohne sich abhängig zu machen von anderen Menschen oder Substanzen. Drogen können keine Probleme lösen und auch kein Licht am Ende des Tunnels sein. An dieses Projekt wird die Realschüler ein fluoreszierender Stein erinnern, den sie als Geschenk von den Beamten überreicht bekamen. „Man kann sein ganzes Leben versauen, wenn man Drogen einnimmt!“ Mit diesem Statement eines Achtklässlers, wurde ein überaus horizonterweiterndes Projekt beendet.

„Miteinander Kochen und Genießen“ an der Realschule Selb

Unter diesem Motto fand inzwischen schon der zweite „Eltern - Kind - Kochabend“ in der Schulküche der Staatlichen Realschule Selb statt. Eine stattliche Anzahl von Eltern mit ihren Kindern aus den 5.Klassen bereiteten unter Anleitung der Fachlehrerinnen Frau Hofmann und Frau Lang Flammkuchen, Pizza, ein buntes Salatbuffet und eine Crème Brulée mit weihnachtlichen Gewürzen zu.

Nachdem der erste Kochabend, der im Rahmen der „Woche für Gesundheit und Nachhaltigkeit“ stattfand, so viel Anklang gefunden hatte, waren sich die Teilnehmer schnell einig, dass weitere Abende folgen sollten.

Eltern und Kinder der 5. Klassen dürfen sich in diesem Schuljahr nun alle vier bis sechs Wochen auf ein Kochevent in der modernen und gut ausgestatteten Schulküche der Realschule freuen.

Mit dem Kochkurs erweitert die Realschule Selb ihr bewährtes Konzept einer „guten, gesunden Schule“, um ein weiteres attraktives Angebot.

Realschüler aus Selb entdeckten die Welt des Porzellans

Selb hat inzwischen weit mehr als Porzellan vorzuweisen, jedoch ist und bleibt dieses Kunsthandwerk immer ein wesentlicher Teil der oberfränkischen Stadt. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Realschule konnten diese Welt des Porzellans im Porzellanikon entdecken und zu ihrer großen Freude selbst zum Porzellankünstler werden.

 

Aufgeregt und gespannt warteten die kunstbegeisterten Realschüler darauf, diesen kostbaren Rohstoff selbst bearbeiten zu dürfen. Die Mitarbeiter des Porzellanikons und die Kunstlehrerin der Realschule, Frau Ehrenhofer, gaben den Sechstklässlern viele Inspirationen und Ideen mit auf den Weg, damit die Schülerinnen und Schüler eigenen Christbaumschmuck aus den Porzellanplatten ausschneiden konnten. Fleißig und völlig in die Arbeit vertieft entstanden so an einem Vormittag über zweihundert Porzellananhänger.

Die Mitarbeiter des Porzellanikons erläuterten den Schülerinnen und Schülern bei einem anschließenden Rundgang fachkundig den Weg von dem rohen Porzellan zum fertigen Porzellanstück und wiesen darauf hin, wie schwierig es ist, Porzellan zu bemalen.

Die Schülerinnen lernten dabei auch den Brennofen kennen, mit dem man ursprünglich das Porzellan brannte. Der beeindruckende, überdimensionale Ofen, der über drei Stockwerke geht und den man heute begehen kann, lässt nur erahnen, was für eine Schwerstarbeit und zugleich Handwerkskunst die Porzellanherstellung war. Es erforderte eine ganze Menge an Wissen und Erfahrung, um den Ofen mit Unmengen von Kohle auf die richtige Temperatur aufzuheißen und die Kunstwerke im richtigen Moment wieder herauszuholen.

Die Porzellananhänger der Realschüler wurden hingegen in einem industriellen Brennofen ausgehärtet, doch aus dies ist mit hohen Kosten verbunden, da Porzellan bei circa 1000 Grad gebrannt wird.

Mit noch mehr Freude und Tatendrang wurden bei einem zweiten Museumsbesuch die ausgehärteten Porzellanstücke von den hochmotivierten Sechstklässlern mit Porzellanfarben angemalt.

Durch diese Kooperation mit dem Porzellanikon konnten die Schülerinnen und Schüler nun ein Stück Heimat und Tradition nicht nur verstehen, sondern mit allen Sinnen erfahren. Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle dem Team des Porzellanikons und im Besonderen der leitenden Museumspädagogin Frau Claudia Meißner, die den Realschülern einen Blick über den Tellerrand, oder bessergesagt in die Welt des Porzellans, aufgezeigt haben.

Zu Besuch in einem Land vor unserer Zeit – Realschüler aus Selb besuchen das Urwelt-Museum Bayreuth

Am 14.11.2017 besuchten die sechsten Klassen der Staatlichen Realschule Selb das Urwelt-Museum in Bayreuth. Die insgesamt 45 Schülerinnen und Schüler hatten hier die Gelegenheit, Fossilien und Lebewesen aus vergangenen Zeiten hautnah und eindrucksvoll zu erleben.

Bereits während der Anreise im Bus waren die Teilnehmer/-innen gut gelaunt und voller Vorfreude. In Bayreuth angekommen hielt das Urwelt-Museum zahlreiche Überraschungen bereit, da es für viele Klassenmitglieder die erste Begegnung mit Dinosauriern aus der Urzeit war. Während einer Museumsrallye erforschten die Schülerinnen und Schüler das Museum selbstständig. Die zahlreichen Aufträge schickten die Mädchen und Jungen kreuz und quer durch das Gebäude. Der begehbare Nachbau eines Goldkristalls, welcher aus milliardenfach vergrößerten Goldatomen und Spiegeln zusammengesetzt ist, war das absolute Highlight des Besuchs. Aber auch die Größe eines lebensechten Brachiosaurus im Garten sowie die bunte Mineraliensammlung des Museums versetzten die Schülerinnen und Schüler in Staunen.

Am Ende waren sich aber alle einig: Die Urwelt war weder verstaubt noch langweilig, sondern faszinierend und interessant.

Exkursion der 10. Klassen in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg war ein deutsches Arbeitslager, welches von 1938 bis 1945 in der Gemeinde Flossenbürg, nahe Weiden, bestand. Aufgrund seiner Granitvorkommen wurde es nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum zentralen Standort für Granitgewinnung. Auf einem Teil des ehemaligen Lagergeländes befindet sich heute eine Gedenkstätte.

Einen solchen Ort, an dem einem noch heute der eiskalte Schauer über den Rücken läuft, kann man kaum authentischer als bei Außentemperaturen um die 0 Grad Celsius und Nieselregen erleben. Auf dem damaligen Appellplatz, den die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen besichtigten, hörte man Schülerstimmen wie „Mir ist so kalt“.

Die vier eingeteilten Schülergruppen erhielten während eines Rundgangs zahlreiche Informationen über das Leben der Häftlinge des Lagers. Im ehemaligen Häftlingsbad war das Ausmaß der Grausamkeiten besonders deutlich zu erkennen. Hier wurden Gefangene geschoren, nackt mit heißem sowie kaltem Wasser gequält und auf brutalste Art und Weise verprügelt. Der mental sehr belastende Abschluss des Rundgangs führte die Schülergruppen in das Krematorium des Lagers. Im wahrsten Sinne des Wortes herrschte dort Totenstille. Die Jugendlichen besichtigten mit deutlich betroffenen Gesichtszügen diesen Ort des Schreckens.

Auch auf der Heimfahrt war die Stimmung in den Bussen nachdenklich und gedämpft. Jedoch war auch die Dankbarkeit und Erleichterung der Schülerinnen und Schüler spürbar, dass sie in einer anderen, friedlichen Zeit aufwachsen können. Jedes Jahr aufs Neue zeigt sich, wie wichtig diese Exkursion für das Verständnis der NS-Zeit ist und, dass es unerlässlich ist, jüngere Generationen mit diesen Orten zu konfrontieren. 

Robuste Kids – Eine Woche voller Bewegung und gesunder Ernährung

Immer wieder liest man in Studien, dass viele Schulkinder übergewichtig sind. Die Gründe dafür sind vielschichtig, finden sich jedoch meist in der Kombination von zu wenig Bewegung und falscher Ernährung. Das Projekt „Robuste Kids“ im Teuschnitzer Jugendbildungshaus „Am Knock“ will dem entgegenwirken. Für die Klassen der 5a und 5b der Staatlichen Realschule Selb startete die „Robuste Kids“ - Woche am Montag, den 09. Oktober, mit der Zimmerverteilung, einer Hausführung und dem kreativen Gestalten von Türschildern. Es folgten fünf aufregende Tage mit vielfältigen Programmpunkten, die von den Teamern des Jugendbildungshauses gestaltet wurden.

Sportliche Betätigung ist eine der Grundsäulen des Projektes. Deshalb wurde sich viel bewegt, beispielsweise bei einer Trainingseinheit zum Körperbewusstsein in der Turnhalle. Dick eingepackt ging es auch an die frische Luft in den Wald, wo mit Hilfe erlebnispädagogischer Bewegungsaufgaben alle Sinne geschärft wurden. Gab es einmal Zeit zum Durchschnaufen, so konnte diese in der aktiven Pause genutzt werden, um Fußball oder Billard zu spielen. Auch wurden die Wanderschuhe geschnürt, um zu Fuß zu einem nahegelegenen Bio-Bauernhof zu gelangen. Dort konnten die Kinder Kühe, Hühner, Gänse und Hasen füttern und streicheln. Ganz nebenbei erfuhren sie, woher Grundnahrungsmittel wie Fleisch und Milchprodukte kommen. Auch den Besuch im Tropenhaus Tettau, wo exotische Früchte wie Avocados, Papayas, und auch die eher weniger bekannten Lulos, eine Mischung aus Orange und Tomate, sowie feurig scharfe Chilis entdeckt werden konnten, fanden die neugierigen Realschüler sehr interessant. So lässt sich unter anderem auch der Wirsberger Sternekoch Alexander Herrmann stets mit diesen reifen Früchten und Nilbarschen, welche ebenfalls vor Ort gezüchtet werden, beliefern.

Die zweite Grundsäule des Projektes „Robuste Kids“ besteht aus einer gesunden sowie ausgewogenen Ernährung, so standen vor allem sehr leckere Mahlzeiten wie Fisch oder ein vielfältiges sowie buntes Salatbuffet auf dem Speiseplan. Großen Andrang gab es bei der sogenannten „Burger-Party“, bei der die Burger mit reichlich frischem Gemüse belegt werden konnten. Zudem kochten die Fünftklässler einmal ihr Essen auch selbst, da schmeckten Nudeln, selbstgemachte Tomatensoße und Brokkoli sowie Muffins gleich viel besser. Mit Hilfe ihres „Manager-Buches“ führten sie aufschlussreiche Experimente zu Zucker in Getränken oder versteckten Fetten durch. Auch vom Thema Energiebilanz zeigten sich die jungen Forscher beeindruckt: Nachdem jedes Kind einen Schokoriegel gegessen hatte, mussten die Schüler insgesamt neun Minuten Dauerlauf absolvieren, um diese 100 Kalorien wieder zu verbrennen.

Das vielfältige Programm war nach dem Abendessen noch lange nicht beendet, so war insbesondere die Nachtwanderung zu einer Kapelle mitten im Wald sehr aufregend. Ein weiteres Highlight war zudem die Haus „Am Knock“-Rallye, bei der die Schüler im Haus versteckte Kontrollpunkte finden und anschließend verschiedene Aufgaben lösen mussten, um somit Punkte zu sammeln: So galt es, ein Gruppenmitglied als Einhorn zu verkleiden, akrobatische, künstlerische sowie kreative Vorführungen darzubieten oder gar seine Zahnbürste vorzuzeigen. Ehe man sich umsehen konnte, fand diese erfahrungs- und ereignisreiche Woche mit einem „Bunten Abend“ ihren würdigen Ausklang. Nach dem Frühstück stand letztlich die Abreise nach Selb bevor und die Realschüler konnten sicherlich viele Tipps zu einer gesunden Lebensweise sowie ausgewogenen Ernährung mit nach Hause nehmen.

Interaktive Drogenprävention für die Realschüler

Am 25. und 26. September besuchte die achte und neunte Jahrgangsstufe der Realschule Selb den Revolution Train. Der Anti-Drogen-Zug, der Jugendliche für die Themen Drogenkonsum, Abhängigkeit, aber auch Verantwortungsübernahme für sich und andere sensibilisiert, befindet sich derzeit auf seiner ersten Tour durch Bayern.

Ein umgebauter Panzerzug erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von zwei Jugendlichen, die der zerstörerischen Kraft der Drogen zum Opfer gefallen sind. Auf sehr eindringliche Weise, aber ohne erhobenen Zeigefinger, konnten die Realschüler sehen, welche weitreichenden Konsequenzen Drogenkonsum haben kann. Als die Schülerinnen und Schüler das Ende des Zuges erreicht hatten, waren sie sehr nachdenklich geworden.

Die Realschüler als auch die begleitenden Lehrkräfte waren von der Umsetzung beeindruckt, denn dieses einzigartige Konzept erzeugte große Betroffenheit.

Bevor es für die Realschüler jedoch zurück zur Schule ging, warteten noch Zoll-Beamte auf die Jugendlichen. Diese stellten die Aufgaben und Handlungsfelder eines Zollbeamten vor und die Schülerinnen und Schüler konnten selbst austesten, wie mithilfe eines Scanapparats Koffer und Handtaschen durchleuchtet und verbotene Substanzen und versteckte Waffen aufgespürt werden können.

Staatl. Realschule Selb
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