Projekte

„Fairnetzen“ –Fünftklässler hinterfragen in einem Medienkompetenztraining den eigenen Mediengebrauch und die Prioritäten des Lebens

Die Fünftklässler der Realschule Selb starteten ab dem 11.September ganz aufgeregt in ihre neue Schullaufbahn. In den ersten Schultagen wurden dabei nicht nur die Lehrer inspiziert oder das neue Schulhaus erkundet, sondern die meiste Zeit investierten die Lehrkräfte, dass die Jungen und Mädchen der fünften Klassen sich gegenseitig kennenlernen konnten. „Ziel ist es, eine gute Klassenatmosphäre zu schaffen, in der keiner ausgeschlossen wird und dass das Miteinander Spaß macht. Lernen gelingt in einer angenehmen stressfeien Umgebung am besten.“  Und die Schülerinnen und Schüler, die nun die nächsten zwei Jahre in ihrem Klassenverbund unterrichtet werden, tauschten bereits in den ersten Tagen fleißig Handynummern aus, um sich nachmittags verabreden zu können oder um bei Krankheiten über Hausaufgaben informiert zu sein.

Dank der zunehmenden Digitalisierung ist es für die meisten Zehnjährigen kein Problem, ein Smartphone zu bedienen, Kontaktdaten zu speichern und sich in sozialen Netzwerken zu folgen oder über WhatsApp oder Threema Nachrichten zu schreiben.

Doch über mögliche Gefahren und Risiken, so zeigte es der bewusst frühzeitig eingeplante Projekttag an der Realschule, machen sich die Jungen und Mädchen wenig Gedanken. Mittels des Medienkompetenztrainings „fairnetzen“ sollten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihr Medienverhalten selbst kritisch hinterfragen und überlegen, wie viel Platz sie Medien in ihrem Leben einräumen wollen. Anhand verschiedener Spiele, Kurzfilmen von www.Klicksafe.de oder spannenden Experimenten kamen die Jungen und Mädchen zu der Erkenntnis, dass die Technik zwar viele tolle Sachen für uns bereithält, aber das beispielsweise das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Fotos dürfen nicht beliebig gemacht, geschweige denn veröffentlicht werden. Außerdem wurde der Einfluss von exzessiven Computerspielen nachempfunden und nach drei intensiven Stunden, die wie im Flug vergangen sind, waren sich die Fünftklässler einig: Die oberste Priorität im Leben haben die Verbindungen zu Menschen – zu Eltern, Familie und Freunden – und zwar von Angesicht zu Angesicht.  

 

Juniorwahl 2018: Staatliche Realschule Selb hat gewählt - CSU stärkste Kraft!

In der vergangenen Woche, zwei Tage vor der bayerischen Landtagswahl, gaben an der  Staatlichen Realschule Selb insgesamt 66 Schülerinnen und Schüler der drei zehnten Klassen im Rahmen der landesweiten Initiative Juniorwahl ihre Stimme ab.

 

Bei der Auszählung der Erststimmen konnte Martin Schöffel, CSU, mit 30,77 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt von Gerd Kögler, AfD, mit 27,69 Prozent der Stimmen.

 

Die Auszählung der Zweitstimmen ergab u.a. folgende Verteilung:

 

CSU 29,23%

SPD 12,31 %

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 7,69%

FREIE WÄHLER 6,15%

AfD 23,07%

Die PARTEI 6,15%

 

 

Hintergrund Juniorwahl

Die Juniorwahl zur Landtagswahl 2018 steht unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm und des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus Bernd Sibler.

Gefördert wird die Juniorwahl 2018 im Rahmen der Bayerischen Landtagswahl durch den Bayerischen Landtag, das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Landesweit sind über 600 Schulen am Projekt beteiligt: https://www.juniorwahl.de/landtagswahl-bayern-2018.html

 

Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich  schon mehr als 1.8 Millionen Jugendliche beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt.

Aktionstag der 7. Klassen – Teamplayer werden

Vier grün gekleidete Unbekannte begrüßten bereits am dritten Tag des neuen Schuljahres die Siebtklässler in der Schulaula. Sie stellten sich als Erlebnispädagogen des Learning Campus vor und brachten die Köpfe der Schüler gleich durch Konzentrationsspiele zum Nachdenken.

 

Danach ging es klassenweise zum Spiel mit einem großen Seil nach draußen. So leicht es aussah, so viel Mut und Koordination erforderte es, alleine aber auch mit Partner durch das riesige Seil hindurchzulaufen.

Nachdem dies geklappt hatte, wurden die Klassen in jeweils zwei Gruppen aufgeteilt. Rotierend sollten nun alle die vier auf dem Schulgelände aufgebauten Stationen durchlaufen.

 

An der ersten Station durften die Schüler Bogenschießen, wobei die geschossenen Pfeile erst dann geholt werden durften, nachdem alle ein bestimmtes Zeichen gegeben hatten. Für den einen oder anderen war der große Bogen und das gleichzeitige Halten sowie Zielen des Pfeiles eine größere Herausforderung als gedacht.

 

Die zweite Station erforderte große Koordination unter den Gruppenmitgliedern und bei den meisten viel Mut. Eine Leiter musste hier von vier Kleingruppen an Seilen mittig und gerade gehalten werden, während einer der Schüler hinaufkletterte. Die einen schafften direkt den Überstieg, die anderen brachen ab. Letztere versuchten es aber später ein weiteres Mal und waren dann erfolgreich.

 

Seifenkistenrennen war das Thema der dritten Station. Hierbei sollten zwei Teams unter Zeitdruck die fehlenden Teile und Schrauben so an ihren Seifenkisten anbringen, dass sie funktionsfähig wurden. Nicht alle brachten dies im ersten Durchgang zustande und brauchten die Hilfe des Betreuers. Anschließend musste ein Parcours aufgebaut werden, auf dem beide Teams gegeneinander antraten.

 

Schlussendlich gab es eine Mohawk-Walk-Station. Slacklines und Seile waren zwischen Bäumen gespannt und so aufeinander abgestimmt, dass ihn die Schüler nur durch gegenseitige Absprachen und Hilfestellungen erfolgreich durchlaufen konnten. Dies erforderte viel Zeit, weil sich zunächst viele nicht trauten, einen Lösungsvorschlag an ihre Teammitglieder zu unterbreiten. Nach langen Diskussionen und mit viel Geduld sowie vor allem Zusammenhalt schafften es alle Gruppenmitglieder erfolgreich zum Ende des Parcours zu gelangen.

 

Das Fazit der Schüler war, trotz des anfangs regnerischen Wetters, durchgehend positiv:

„Man bekommt mehr Vertrauen in die Klasse.“

„Es war spaßig, weil wir etwas in der Gemeinschaft gemacht haben.“

„Ich fand den Tag cool, weil man Aufgaben mit seinen Freunden lösen musste.“

„Den Slackline-Parcours fand ich schön wegen der Teamarbeit.“

„Es war gut für die Klassengemeinschaft.“

„Ich fand es schön, ich habe auch neue Freunde gefunden.“

Kooperation von Schule und Wirtschaft

Die Lehrkräfte der Realschule Selb widmeten sich schon vor Schuljahresbeginn einem wichtigen schulischen Thema: Der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft, um eine Kooperation gerade auch mit regionalen Unternehmen zu fördern.

Die Rausch & Pausch GmbH ist als langjähriger Förderer der Realschule Selb eng mit der Schulfamilie verbunden, da diese z.B. den Exzellenzpreis für die jeweils besten Absolventen der jeweiligen Wahlpflichtfächer finanzieren. Auch ist das Familienunternehmen, welches nicht nur in Selb ansässig ist, sondern weltweit agiert, ein beliebter Praktikums- und Ausbildungsbetrieb bei den Selber Realschülern. Kerstin Janke, die neue Schulleiterin der Realschule, nutzte diese langjährige Zusammenarbeit als Anlass, um am 10. September 2018 mit dem gesamten Kollegium RAPA bei einer Betriebsführung aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. 

Staatl. Realschule Selb
Jahnstraße 61
95100 Selb 

 

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