Projekte

Sucht – ein Thema für alle

 

Realschule Selb bietet Siebtklässlern umfassendes Suchtpräventionsprogramm: „Maßhalten – Aktiv gegen Sucht“

In der Woche vom 25.02.-01.03.2019 fand ein Kooperationsprojekt mit zwei Beamten vom Hauptzollamt Regensburg, Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) Selb und der Realschule Selb statt. Gemeinsam mit den Zollbeamten Annette Guth und Roland Wunderlich organisierte Lehrkraft und Multiplikatorin Juliane Franz das zwölfstündige Präventionsprogramm „Maßhalten – Aktiv gegen Sucht“ von „Keine Macht den Drogen e.V.“ (https://www.kmdd.de/multiplikatorenschulung-suchtpraevention.htm)

Etwas ungewohnt für die Schüler, startete das Projekt in einem Sitzkreis. Im ersten Spiel ging es darum, „mutig zu sein“. Doch was hat Mut eigentlich mit Sucht und Drogen zu tun? Für die Siebtklässler wurde dies bald klar, denn „Nein“ zu sagen, zum Beispiel zu einer vom besten Freund angebotenen Zigarette, erfordert sehr viel Mut! Sich dem Gruppenzwang in einer Clique nicht zu unterwerfen und vielleicht ein Bier oder einen Joint zu verweigern erst recht!

Doch was ist denn überhaupt eine Sucht? Und wo liegt die Grenze zwischen Genuss und Sucht? Auch diese Fragen beantworteten die Schüler frühzeitig, um ein vertieftes Arbeiten zu ermöglichen. Dabei erschlossen sich die Heranwachsenden eine Definition von K. Wanke „Sucht ist ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen des Individuums" (K. Wanke , in: Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hrsg.). Süchtiges Verhalten, 1985, S. 20 http://www.suchthilfe-wetzlar.de/hp-dateien/sucht.htm )

Ein Realschüler fasste prägnant zusammen: „Sucht ist, wenn ich etwas haben will und brauche, obwohl ich es eigentlich nicht will und es nicht gut ist. Und es macht ganz viel kaputt“.

Eine Vielfalt an Süchten lernten die Siebtklässler mittels eines Suchtsackes kennen. Darin befanden sich nicht nur leere Alkoholflaschen, Tablettenverpackungen, Zigarettenschachteln und Zubehör für E- Zigaretten, auch eine leere Dose Energydrink, Fastfood Kartons …  sowie Gegenstände von Spielekonsolen, ein Gameboy oder ein Handy.

Vor allem die eigenen Medienzeiten, von durchschnittlich fünf bis sechs Stunden pro Tag, reflektierten die 13- bis 15-jährigen Schüler zunehmend kritischer. Es wurde erkannt, wie viel andere Ereignisse und Begegnungen man bei einem gesteigerten Medienkonsum im realen Leben verpasst.

Außerdem setzten sich die Jungen und Mädchen besonders intensiv mit Nikotin und Alkohol auseinander.

Dass Nikotin dabei eine „Killerdroge“ ist, wie ein Schüler passend formulierte, erkannten die Teenies an einem Diagramm zu den Todesfällen in Deutschland. Beispielsweise starben im Jahr 2013 121.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Tabakkonsums. (Quelle; https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76041/Rauchen-Millionen-Tote-Milliardenkosten-und-Umweltfolgen oder https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben/rauchen-zahlen-und-fakten.html )

Die Gefahren eines Alkohol-Rausches wurden mit sogenannten Rauschbrillen vermittelt. Einen aufgebauten Parcours (wie etwa der Nachhauseweg nach einer Party) mussten die Schüler mit gefühlten 1,3°/°° zurücklegen. Dabei scheiterten sie sowohl beim geraden Laufen auf einer Linie, als auch beim Öffnen eines Kinderschlosses. Doch wirklich schockiert waren die „Betrunkenen“ erst, als man sie nach den Reaktionen der Zuschauer befragte. Keiner hätte zum Beispiel mitbekommen, wenn man offensichtlich gefilmt worden wäre oder jemand etwas aus der Tasche geklaut hätte.   

Neben den Risiken von einzelnen legalen oder illegalen Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder Cannabis setzten sich die Schüler auch mit den gesetzlichen Grundlagen wie dem Jugendschutzgesetz und dem Betäubungsmittelgesetz auseinander. Was darf man wann und was passiert, wenn man sich nicht an geltende Gesetze hält und vielleicht sogar beim Schmuggeln erwischt wird? Dazu konnten besonders Frau Guth und Herr Wunderlich aus ihrem alltäglichen Kontrolldienst als Zollbeamte viel berichten. Doch es ging in dem innovativen Konzept nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger die Jugendlichen zurecht zu weisen. Die Jugendlichen sollen lernen, den geltenden Gesetzen eine höhere Akzeptanz beizumessen und verantwortungsvoll mit legalen Drogen wie zum Beispiel Alkohol oder auch den Smartphones umzugehen.

 

Denn wie sich eine Sucht anfühlt, das konnten sie anhand eines „Lebenskreises“ nachempfinden und durch eine Geschichte von „Tim und dem Suchtstrudel“ wurde verdeutlicht, wie man in eine Sucht geraten kann. Auch aus dieser Übung gingen die Jugendlichen gestärkt und mit positiven Gefühlen heraus, denn sie erfanden neue Geschichten zu Tims Leben, wie er seine Probleme angehen kann, Hilfe annimmt und die Konfliktsituation meistert.  Nach zehn intensiven Unterrichtsstunden wurde schließlich noch ein sogenanntes „Lebenspendel“ erstellt. Die Schüler sammelten Gedanken, die einerseits das Leben erfüllen und bereichern und andererseits Dinge, die einen aus der Bahn werfen können, wie Schicksalsschläge oder Krankheiten oder der Tod eines geliebten Menschen. Dass das Lebenspendel schnell ins Negative Schwingen kann, war für die Schüler auch teilweise aufgrund eigener Lebenserfahrungen gut nachvollziehbar und ebenso, dass man viel investieren muss, wenn man aus einer negativen Situation heraus möchte. Ein Beispiel einer Schülerin war: „Für schlechte Noten muss man ja nichts machen, aber um gut zu werden, das ist anstrengend“.

Zum Abschluss erhielten die Schüler alle einen kleinen fluoreszierenden Stein, der unauffällig in eine Hosentasche passt und die Heranwachsenden in brenzligen Situationen daran erinnern soll, mutig zu sein, nicht den einfachsten Weg zu gehen oder dem Gruppenzwang zu folgen, sondern richtige Entscheidungen zu treffen. Das Leben sollte man genießen, aber in Maßen. Denn Maßhalten heißt nicht Verzicht, sondern das Festhalten an den wichtigen Dingen im Leben!

 

„Fairnetzen“ –Fünftklässler hinterfragen in einem Medienkompetenztraining den eigenen Mediengebrauch und die Prioritäten des Lebens

Die Fünftklässler der Realschule Selb starteten ab dem 11.September ganz aufgeregt in ihre neue Schullaufbahn. In den ersten Schultagen wurden dabei nicht nur die Lehrer inspiziert oder das neue Schulhaus erkundet, sondern die meiste Zeit investierten die Lehrkräfte, dass die Jungen und Mädchen der fünften Klassen sich gegenseitig kennenlernen konnten. „Ziel ist es, eine gute Klassenatmosphäre zu schaffen, in der keiner ausgeschlossen wird und dass das Miteinander Spaß macht. Lernen gelingt in einer angenehmen stressfeien Umgebung am besten.“  Und die Schülerinnen und Schüler, die nun die nächsten zwei Jahre in ihrem Klassenverbund unterrichtet werden, tauschten bereits in den ersten Tagen fleißig Handynummern aus, um sich nachmittags verabreden zu können oder um bei Krankheiten über Hausaufgaben informiert zu sein.

Dank der zunehmenden Digitalisierung ist es für die meisten Zehnjährigen kein Problem, ein Smartphone zu bedienen, Kontaktdaten zu speichern und sich in sozialen Netzwerken zu folgen oder über WhatsApp oder Threema Nachrichten zu schreiben.

Doch über mögliche Gefahren und Risiken, so zeigte es der bewusst frühzeitig eingeplante Projekttag an der Realschule, machen sich die Jungen und Mädchen wenig Gedanken. Mittels des Medienkompetenztrainings „fairnetzen“ sollten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihr Medienverhalten selbst kritisch hinterfragen und überlegen, wie viel Platz sie Medien in ihrem Leben einräumen wollen. Anhand verschiedener Spiele, Kurzfilmen von www.Klicksafe.de oder spannenden Experimenten kamen die Jungen und Mädchen zu der Erkenntnis, dass die Technik zwar viele tolle Sachen für uns bereithält, aber das beispielsweise das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Fotos dürfen nicht beliebig gemacht, geschweige denn veröffentlicht werden. Außerdem wurde der Einfluss von exzessiven Computerspielen nachempfunden und nach drei intensiven Stunden, die wie im Flug vergangen sind, waren sich die Fünftklässler einig: Die oberste Priorität im Leben haben die Verbindungen zu Menschen – zu Eltern, Familie und Freunden – und zwar von Angesicht zu Angesicht.  

 

Juniorwahl 2018: Staatliche Realschule Selb hat gewählt - CSU stärkste Kraft!

In der vergangenen Woche, zwei Tage vor der bayerischen Landtagswahl, gaben an der  Staatlichen Realschule Selb insgesamt 66 Schülerinnen und Schüler der drei zehnten Klassen im Rahmen der landesweiten Initiative Juniorwahl ihre Stimme ab.

 

Bei der Auszählung der Erststimmen konnte Martin Schöffel, CSU, mit 30,77 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt von Gerd Kögler, AfD, mit 27,69 Prozent der Stimmen.

 

Die Auszählung der Zweitstimmen ergab u.a. folgende Verteilung:

 

CSU 29,23%

SPD 12,31 %

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 7,69%

FREIE WÄHLER 6,15%

AfD 23,07%

Die PARTEI 6,15%

 

 

Hintergrund Juniorwahl

Die Juniorwahl zur Landtagswahl 2018 steht unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm und des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus Bernd Sibler.

Gefördert wird die Juniorwahl 2018 im Rahmen der Bayerischen Landtagswahl durch den Bayerischen Landtag, das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Landesweit sind über 600 Schulen am Projekt beteiligt: https://www.juniorwahl.de/landtagswahl-bayern-2018.html

 

Seit 1999 wird die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Seither haben sich  schon mehr als 1.8 Millionen Jugendliche beteiligt, wodurch die Juniorwahl zu den größten Schulprojekten in Deutschland zählt.

Aktionstag der 7. Klassen – Teamplayer werden

Vier grün gekleidete Unbekannte begrüßten bereits am dritten Tag des neuen Schuljahres die Siebtklässler in der Schulaula. Sie stellten sich als Erlebnispädagogen des Learning Campus vor und brachten die Köpfe der Schüler gleich durch Konzentrationsspiele zum Nachdenken.

 

Danach ging es klassenweise zum Spiel mit einem großen Seil nach draußen. So leicht es aussah, so viel Mut und Koordination erforderte es, alleine aber auch mit Partner durch das riesige Seil hindurchzulaufen.

Nachdem dies geklappt hatte, wurden die Klassen in jeweils zwei Gruppen aufgeteilt. Rotierend sollten nun alle die vier auf dem Schulgelände aufgebauten Stationen durchlaufen.

 

An der ersten Station durften die Schüler Bogenschießen, wobei die geschossenen Pfeile erst dann geholt werden durften, nachdem alle ein bestimmtes Zeichen gegeben hatten. Für den einen oder anderen war der große Bogen und das gleichzeitige Halten sowie Zielen des Pfeiles eine größere Herausforderung als gedacht.

 

Die zweite Station erforderte große Koordination unter den Gruppenmitgliedern und bei den meisten viel Mut. Eine Leiter musste hier von vier Kleingruppen an Seilen mittig und gerade gehalten werden, während einer der Schüler hinaufkletterte. Die einen schafften direkt den Überstieg, die anderen brachen ab. Letztere versuchten es aber später ein weiteres Mal und waren dann erfolgreich.

 

Seifenkistenrennen war das Thema der dritten Station. Hierbei sollten zwei Teams unter Zeitdruck die fehlenden Teile und Schrauben so an ihren Seifenkisten anbringen, dass sie funktionsfähig wurden. Nicht alle brachten dies im ersten Durchgang zustande und brauchten die Hilfe des Betreuers. Anschließend musste ein Parcours aufgebaut werden, auf dem beide Teams gegeneinander antraten.

 

Schlussendlich gab es eine Mohawk-Walk-Station. Slacklines und Seile waren zwischen Bäumen gespannt und so aufeinander abgestimmt, dass ihn die Schüler nur durch gegenseitige Absprachen und Hilfestellungen erfolgreich durchlaufen konnten. Dies erforderte viel Zeit, weil sich zunächst viele nicht trauten, einen Lösungsvorschlag an ihre Teammitglieder zu unterbreiten. Nach langen Diskussionen und mit viel Geduld sowie vor allem Zusammenhalt schafften es alle Gruppenmitglieder erfolgreich zum Ende des Parcours zu gelangen.

 

Das Fazit der Schüler war, trotz des anfangs regnerischen Wetters, durchgehend positiv:

„Man bekommt mehr Vertrauen in die Klasse.“

„Es war spaßig, weil wir etwas in der Gemeinschaft gemacht haben.“

„Ich fand den Tag cool, weil man Aufgaben mit seinen Freunden lösen musste.“

„Den Slackline-Parcours fand ich schön wegen der Teamarbeit.“

„Es war gut für die Klassengemeinschaft.“

„Ich fand es schön, ich habe auch neue Freunde gefunden.“

Kooperation von Schule und Wirtschaft

Die Lehrkräfte der Realschule Selb widmeten sich schon vor Schuljahresbeginn einem wichtigen schulischen Thema: Der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft, um eine Kooperation gerade auch mit regionalen Unternehmen zu fördern.

Die Rausch & Pausch GmbH ist als langjähriger Förderer der Realschule Selb eng mit der Schulfamilie verbunden, da diese z.B. den Exzellenzpreis für die jeweils besten Absolventen der jeweiligen Wahlpflichtfächer finanzieren. Auch ist das Familienunternehmen, welches nicht nur in Selb ansässig ist, sondern weltweit agiert, ein beliebter Praktikums- und Ausbildungsbetrieb bei den Selber Realschülern. Kerstin Janke, die neue Schulleiterin der Realschule, nutzte diese langjährige Zusammenarbeit als Anlass, um am 10. September 2018 mit dem gesamten Kollegium RAPA bei einer Betriebsführung aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. 

Staatl. Realschule Selb
Jahnstraße 61
95100 Selb 

 

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