RS Selb unterwegs

Fremdes und Vertrautes kann sich doch so ähnlich sein

Realschüler besichtigen die Moschee in Selb und finden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Christentum

 

Am 17.10.2018 besuchten Achtklässler der staatlichen Realschule Selb im Rahmen des Religionsunterrichts die Sultan-Ahmet-Moschee in Selb.

Bereits die Begrüßung durch Mehmet Ölmez und dem Vorbeter Mehmet Ali Karakaya der muslimischen Gemeinschaft war herzlich und offen. Das Gemeindehaus, ein ehemaliges Bauernhaus, welches seit 1995 als muslimisches Glaubenshaus genutzt wird, wurde von den Jugendlichen erwartungsvoll betreten. Der erste Schritt war für den ein oder anderen Schüler ungewohnt, aber durch die herzliche Atmosphäre und den weichen Teppich setzten sich die Schülerinnen und Schüler gerne auf den Boden und lauschten dem Vortrag. Sie durften immer wieder ihre Fragen zum Gebäude, zur Einrichtung, zum islamischen Glauben oder zu den Bräuchen stellen. Beispielsweise waren die Jungen und Mädchen sehr daran interessiert, was die Kalligrafen an den Wänden bedeuten oder wofür einzelne Gegenstände benutzt werden. Eine Perlenkette, die sogenannte islamische Gebetskette, bestand beispielsweise aus 99 Perlen und es wurde den Jugendlichen erklärt, dass diese genutzt wird, um Gott zu preisen, zu danken und ihn zu verehren. Auch erkundigten sich die Heranwachsenden nach Verhaltensregeln in einer Moschee, nach dem Pilgern und den Gebeten. Immer wieder konnten die Schülerinnen feststellen, dass es Gemeinsamkeiten gibt, da beispielsweise die Verhaltensweisen in Moschee und Kirche nicht so unterschiedlich sind, dass auch Christen pilgern und dass es bei einem Gebet um die Verbindung zu Gott geht.

Am Ende stand eine wertschätzende Verabschiedung, wobei man sich gegenseitig für den Austausch bedankte, erneut Einladungen ausgesprochen wurden und dem Gegenüber auf deutscher und türkischer Sprache „alles Gute“ – „güle,güle“ gewünscht wurde.

Wenn Engel reisen...

Unter dieses Motto konnte man den Schullandheimaufenthalt der 5. Klassen der Realschule Selb vom 8. bis zum 12. Oktober 2018 im Haus am Knock in Teuschnitz stellen. Bei Temperaturen von über 20 Grad verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b eine Woche, in der ihnen ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde.

Am Montag früh um 8 Uhr traten die Kinder zusammen mit ihren Klassenleiterinnen Frau Enzi und Frau Pohl sowie ihren Begleitlehrkräften Herrn Krüger und Herrn Schübel ihre Reise zu den „Robusten Kids“ an. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, bei dem Schüler ihr Ernährungs- und Bewegungsverhalten reflektieren und lernen, es selbst zu managen.

Die SchülerInnen beschäftigten sich mit unterschiedlichsten Herangehensweisen bezüglich des Themas „Nahrungsmittel“. Theoretisch, beginnend mit der sogenannten „Nahrungsmittelpyramide“, dann anschließend mit praktischen Versuchen und einem Sinnesparcour. Die Heranwachsenden erlebten auch, dass gemeinsames Kochen Spaß macht und dieses Essen sehr lecker schmeckt.

Außerdem befasste man sich mit der Sportart „Nordic Walking“, hier mussten die Schüler bald feststellen, dass es sich hierbei um mehr handelt, als einfach mit Stöcken spazieren zu gehen. Nach einer kurzen Einführung durch den Heimleiter machte sich jeweils eine Klasse bei bestem Wetter auf den Weg. Gerader Rücken, gestreckte Arme, richtig in die Schlaufen einfädeln, niemandem das Auge ausstechen, ..., anfangs mussten sich alle ziemlich konzentrieren, um auch alle Bewegungen richtig auszuführen. Nach den ersten Kilometern konnte man dann schon eher die farbenprächtige Natur genießen und nach ca. 7km kamen alle durstig, erschöpft und um eine Erfahrung reicher am Haus am Knock an.

Der Besuch im Tropenhaus am Rennsteig war da weniger körperlich anstrengend, aber für alle sehr interessant. Klein-Eden heißt das Tropenhaus, unter dessen Glasdach auf rund 3500m² exotische Früchte erforscht und erzeugt werden. Wer seinen Eltern etwas mitbringen wollte, konnte am Ende der Führung viele Früchte wie Papaya oder Sternfrucht bzw. auch Gewürze wie Chili in verschiedenen Schärfestufen käuflich erwerben. Das Highlight kam zum Schluss. In der Sonderausstellung Terra Fauna konnten die Schüler viele Reptilien bewundern, lernten etwas über ihr natürliches Vorkommen, die einzelnen Arten, Alter, Größe und Aussehen und wer es sich zutraute, durfte eine – natürlich ungiftige – Schlange anfassen und streicheln.

Ein Abend stand unter dem Motto „Wegschauen bedeutet Mitmachen“ und diente der Stärkung der Eigenverantwortung und Zivilcourage.
Die Natur mit allen Sinnen zu erleben, stand im Mittelpunkt der „Erlebnispädagogik im Wald“ und der Nachtwanderung. Das vielseitige Programm umfasste auch den Besuch eines Bauernhofes, zu dem mit Mountainbikes geradelt wurde sowie eine etwas andere „Sportstunde“. Diese ermöglichte in vielen Bewegungsspielen, gemeinsam oder mit einem Partner, die eigene Körpererfahrung zu steigern.
Zwischendurch war immer wieder Zeit für eine „Aktive Pause“, in der man Fußball oder Tischtennis spielen konnte oder auch einfach einmal Zeit hatte, etwas für den Bunten Abend vorzubereiten.

In dieser erlebnisreichen Woche entdeckten die Fünftklässler ihre eigenen körperlichen, emotionalen, geistigen und sozialen Stärken. Die vielen gemeinsamen Erlebnisse trugen in hohem Maße dazu bei, die frisch zusammengewürfelte Klassengemeinschaft zu festigen und die neuen Mitschüler kennenzulernen. 

Staatl. Realschule Selb
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