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Schülergruppe aus Selb erlebt Technik und Kultur mit Partnerschule in Pilzen

Viele Wochen hat die Region um die „Martin-Luther-Schule“ im tschechischen Pilsen heuer vergeblich auf Frühlings - Regen gewartet. Mit dem Besuch einer Schülergruppe von der Staatlichen Realschule Selb als Partnerschule ist Mitte Mai endlich auch in Pilsen der Regen angekommen. Da war es ein Glücksfall, dass die Fichtelgebirgler nicht wasserscheu sind, dem Wetter trotzten und schöne Eindrücke miteinander erlebten.

Nicht fehlen darf in Pilsen der Besuch des „lebendigen Museums“ Techmania, wo ständig wechselnde Ausstellungen und Installationen bei Kindern und Erwachsenen Neugier für technische und physikalische Grundsätze wecken und Begeisterung auch bei sonst eher mäßig an Technik Interessierten hervorrufen.

Höhepunkt der Reise war ein Ausflug nach Kutna Hora, das sich seit 1995 UNESCO-Kulturerbe nennen darf. Der Sage nach fand ein Mönch des Klosters Sedlec, dem ältesten Zisterzienserkloster in Böhmen, Mitte des 13. Jahrhunderts Silber auf einem Acker bei der Feldarbeit. Er legte daraufhin seine Kutte auf dem Acker ab und damit den Grundstein für den Silberbergbau, der Kutna Hora / Kuttenberg als zweitwichtigste Stadt Tschechiens nach Prag etablierte. In Kutna Hora wurden Münzen aus Silber geprägt, u.a. der sogenannten „Prager Silbergroschen“, der in der damaligen Zeit Landeswährung war.

Die Schülergruppe aus Selb besichtigte mit ihren Gastgebern aus Pilsen in Kutna Hora neben dem Silberbergwerk unter Tage auch die Kathedrale St. Barbara, ein imposantes Bauwerk der Hoch- und Spätgotik und das Beinhaus. Die Inneneinrichtung dieser Friedhofskapelle besteht fast ausschließlich aus menschlichen Gebeinen. Einer Schätzung nach wurden für Lüster, Kelche, Monstranz und das Wappen des Adelsgeschlechts von Schwarzenberg wohl ca. 10.000 menschliche Gebeine „verbaut“. Weitere 30.000 Gebeine befinden sich noch in der Kapelle.

Nach so vielen Eindrücken und guten Begegnungen stand für die Schülergruppe bei Rückkunft in Selb fest: „Wir freuen uns auf den nächsten Besuch bei unseren tschechischen Freunden in Pilsen im Dezember“.

Schüler der Staatlichen Realschule Selb erhielten Einblick in das Leben der Communität Christusbruderschaft Selbitz

Am 17. Mai 2018 machten sich 51 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8cd der Staatlichen Realschule Selb im Rahmen des Evangelischen Religionsunterrichtes zusammen mit zwei begleitenden Lehrkräften, Herrn Thomas Nolan und Frau Margit Schmidt, auf den Weg zum Wildenberg nach Selbitz. Dort angekommen wurden alle im Ordenshaus der Communität von drei im Augenblick hier lebenden Schwestern herzlich begrüßt. Die drei Frauen unterschiedlichen Alters stellten sich kurz vor. Schwester Dorothee gehört bereits seit 23 Jahren dem Orden an, Schwester Elise seit ca. vier Jahren und Schwester Rebecca lebt zweieinhalb Jahre in dieser Gemeinschaft. Bevor sich jemand für ein Leben in dieser evangelischen Communität entscheiden kann, muss er eine abgeschlossene Ausbildung nach-weisen können, damit ein Wiedereinstieg in das „normale“ gesellschaftliche Leben später möglich wäre.

Die Schwestern forderten die jungen Menschen von der Realschule auf, Notizen zu folgenden zwei Fragestellungen zu machen: „Was erträumst du dir von deinem Leben?“ und „Was willst du in fünf bis zehn Jahren erreicht haben?“. Die Schriftstücke wurden in einer eigens für diesen Zweck gestalteten „Mitte“ gesammelt und die einzelnen Antworten anonym vorgetragen. Anschließend erzählten die Kloster-frauen von ihren Jugendträumen und den Entscheidungen, die sie für ihr eigenes Leben getroffen haben. So führen sie heute ein religiöses Dasein, indem sie sich an einer für ihren Orden geltenden Handreichung orientieren. Neben dem täglich erneuten Nachdenken über existentielle Fragestellungen sprechen sie Gebete, die in vielfältiger Weise gestaltet werden und dem Tag Struktur geben. Ihrer Berufung verleihen sie zudem Ausdruck durch das Einhalten von Armut, Keuschheit und Gehorsam der Leitung des Hauses gegenüber. An diese drei Regeln, die einer Ordenstradition der einen christlichen Kirche entsprechen, werden sie durch das Tragen eines „Seiles mit drei Knoten“ in Form eines Gürtels an ihrem Gewand permanent erinnert. Die Angehörigen dieses Ordens versuchen wie Schwestern und Brüder in einer „Großfamilie“ zu leben.

In drei Gruppen aufgeteilt, wurden die Schülerinnen und Schüler zu einzelnen Stationen der Anlage am Wildenberg geführt. So betrachteten sie das Gästehaus und das Walter-Hümmer-Haus, eine Alten- und Pflegeeinrichtung. Sie durften einen Blick in den Klostergarten mit seiner pflanzlichen Vielfalt werfen und besichtigten das relativ neue, mit Holz betriebene Heizsystem, das während der Wintermonate für wohltuende Wärme in den Räumen der einzelnen Häuser sorgt. Der Grundstein des Ordenshauses enthält als Leitspruch ein Zitat aus dem Brief an die Epheser. Er wurde im Jahr 1954 gelegt. Zahlreiche Kunstwerke und Gemälde, passend zu dem Leben der Bewohner der Häuser und deren inneren Haltung, zieren die Wände in den einzelnen Räumen. Diese wurden zum Großteil von Schwester Christamaria Schröter, einer Künstlerin kreiert. Besonders eindrucksvoll sind die von ihr bunt gestalteten Fenster der Kapelle im Ordenshaus sowie die kreative Komposition an der Wand hinter dem Altar. Über dem kelchförmigen Altar ist eine geteilte Hostie zu sehen, ein Hinweis auf die Wichtigkeit des gemeinschaftlichen Lebens mit dem auferstandenen Christus. Die Dreieinigkeit Gottes wurde nicht nur symbolisch angedeutet, sondern auch mit den adäquaten Farben zum Ausdruck gebracht. Alle Exkursionsteilnehmer durften das Gebet um 11 Uhr, das zum Großteil singend erfolgte und zu einem der drei gemeinsamen täglichen Gebete in diesem Gotteshaus zählt, miterleben. Bevor sie diesen Gebetsraum betraten, übten sich alle im Schweigen, indem sie in sich gekehrt, ohne zu reden den Innenhof des Ordenshauses passierten.

Zum Schluss dieses Vormittags sollten alle Schülerinnen und Schüler anonym Fragen aufschreiben, die von den Schwestern beantwortet wurden. Betont wurde noch einmal, dass die Communität Christusbruderschaft Selbitz innerhalb und im Gegenüber zur evangelisch-lutherischen Kirche in ökumenischer Offenheit lebt. Nach einem aufrichtigen Dankeschön an die drei engagierten Schwestern verabschiedete sich die Gruppe von der Realschule.

Mit sehr vielen Eindrücken und Informationen kehrten die Teenager mittags wieder nach Selb zurück.

Tag des Lesens der Klasse 5b

Anlässlich des Welttages des Buches 2018 sowie im Rahmen des Deutschunterrichtes zur schulischen Leseförderung organisierten Lea Denner, Klasse 10ba, sowie Deutschlehrer Tobias Sußmann einen besonderen Tag rund um das Thema „Lesen“ für die Klasse 5b der Staatlichen Realschule Selb. Zunächst wurde am Vormittag die Buchhandlung „Nerb“ in Selb besucht. Vor allem die Freude am Lesen sowie das Interesse an Büchern wurden den Kindern auf diese Weise vermittelt. Selbstverständlich durfte auch nach Herzenslust in den literarischen Werken gestöbert werden und manch einer entdeckte ein spannendes Exemplar, welches ihn besonders interessierte. Einige Kinder hatten sich extra etwas Taschengeld mitgenommen, um sich ein ausgewähltes Exemplar zu kaufen. Zum Abschluss des Besuches erhielten alle Realschüler ein Taschenbuch der Buch-Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ mit dem Titel „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von der Inhaberin Frau Hofmann geschenkt. Da auch der Umgang mit Literatur hungrig macht, stand nach der 6. Stunde erst einmal ein gemeinsames Pizzaessen in der modernen Schulküche auf dem Programm. Derart gestärkt traf man sich im Anschluss daran im Klassenzimmer, um in einer von der Stadtbücherei bereitgestellten Bücherkiste zum Thema „Fantasy“ zu schmökern oder gar knifflige sowie rabenschwarze Rätsel-Geschichten zu lösen. Nachdem gemeinsam kurzweilige Stunden rund um das Thema „Lesen“ verbracht wurden, waren sich alle einig: „Lesen lohnt sich jeden Tag!“

 

Regionalentscheid Mountainbike

Beim diesjährigen Regionalentscheid Mountainbike am 09. Mai 2018 in Sulzbach-Rosenberg, bestens organisiert vom Sonderpädagogischen Förderzentrum, erzielte die letztjährig gegründete Mountainbike-AG der Staatlichen Realschule Selb beim sogenannten „Cat-Hill-Race“ beachtliche Leistungen. Diesmal gab es sogar aus Sicht der Realschule erneut eine Premiere, denn erstmals startete auch ein Mixed-Team (Jungen und Mädchen). Insgesamt 75 Mannschaften unterschiedlicher Schularten und Altersklassen aus der Oberpfalz, Mittelfranken sowie Oberfranken nahmen an dem von der Bayerischen Landesstelle für Schulsport ausgeschriebenen Wettbewerb teil. Dass der Radsport in Deutschland nicht nur „boomt“, sondern auch einen großen Beitrag zur Inklusion beiträgt, bewies die Tatsache, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam freudvoll in die Pedale traten.

Bei dem Wettbewerb mussten zunächst die beiden Realschulteams (Jungen Wettkampfklasse III / Mixed III), verschiedene Geschicklichkeitsprüfungen durchlaufen und dabei „Strafpunkte“ vermeiden, um so eine gute Ausgangsposition für das sich anschließende Rennen zu erreichen. Deshalb waren unter anderem Geschicklichkeit, Gleichgewicht sowie die richtige Fahrtechnik gefragt, wie beispielsweise beim Überwinden von Paletten-Hindernissen oder dem Fahren auf dünnen Holzlatten, die auf je zwei Steinen standen. Mika Geyer, der den Parcours sogar fehlerfrei absolvierte, und Joshua Möhwald erkämpften sich hierbei die besten Startpositionen und starteten im anschließenden Mountainbike-Rennen im vorderen Feld. In diesem galt es, nach einem Massenstart auf der sechs Kilometer langen Rundstrecke im Waldstück „Am Katzenberg“, deswegen der Name Cat-Hill-Race, die Kräfte mit der entsprechenden Renntaktik sinnvoll einzuteilen. Obwohl die Beine aller jungen Realschülerinnen und Realschüler gegen Ende eines anstrengenden und kräftezehrenden Rennens immer schwerer wurden und so manches hitzige, aber immer faire Duell auf der Strecke ausgefochten wurde, konnten dennoch für den Zieleinlauf die letzten Kraftreserven mobilisiert werden. Am besten gelang dies Mika Geyer und Robin Schacht, beide erzielten die schnellsten Rennzeiten für ihre Mannschaften.

Mika Geyer, Tom Ruchalla sowie Joshua Möhwald (alle Klasse 8a) vertraten die Realschule Selb in der Wettkampfklasse Jungen III äußerst würdig. In einem teilnehmerstarken Feld mit 27 Mannschaften kamen sie in der Gesamtaddition ihrer Zeiten auf einen äußerst überzeugenden 10. Platz. Nicht weniger erfolgreich vertraten Caroline Schramm, Celina Povenz (beide 7b), Robin Schacht und Nino Pohl (beide 9a) in der Wettkampfklasse Mixed III ihre Schule, was mit einem überzeugenden 5. Platz von zehn Mannschaften belohnt wurde. Die Teams können stolz sein, denn letztlich verpassten beide die Qualifikation für das Landesfinale in Rappershausen (Unterfranken) nur denkbar knapp. Mit ähnlicher Freude für das Mountainbiken sowie gleichbleibendem Trainingsfleiß wird dies im nächsten Jahr sicherlich ein realistisches Ziel sein.

Tag der offenen Tür

Amtseinführung von RSDin Kerstin Janke

Staatl. Realschule Selb
Jahnstraße 61
95100 Selb 

 

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