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Wie ist das Leben mit einem behinderten Menschen an meiner Seite?

 

Das Klassenzimmertheater „Patricks Trick“ der Luisenburg-Festspiele ermöglichte es den Zehntklässlern der Realschule Selb sich in solch eine Situation hineinzuversetzen. 

Am 14.11.2017 kam nach dem Motto „Theater kommt zu DIR!“ ein Schauspielduo der Luisenburg-Festspiele an die Realschule Selb. „Patricks Trick“ hieß das „Klassenzimmertheater“, welches direkt zwischen den Zehntklässlern stattfand und eine regelrechte Horizonterweiterung ermöglichte.

Der Protagonist war der elfjährige „Patrick“, gespielt von Marc Laade, der erfahren hatte, dass er einen behinderten Bruder bekommen wird. Wolfgang Zarnack, der diesen ungeborenen Bruder verkörperte, sowie zwölf weitere Rollen hervorragend umsetzte, überzeugte dabei durch seine sprachliche Stärke und Ausdruckskraft.

Die Jugendlichen wurden mitgerissen in das Innenleben des großen Bruders, der verzweifelt nach Antworten suchte. Wie ist das Leben mit einem behinderten Bruder, der vielleicht nie richtig sprechen kann? Wie werden die anderen damit umgehen und wer gibt einem die richtigen Antworten auf all die Fragen, die nun so wichtig geworden sind?

In dem Stück gab es viele Antwortmöglichkeiten, auch wenn die Interpretation von den Schülerinnen und Schülern selbst erfolgen musste. Es wurde unter anderem immer wieder betont, dass es die Sprache ist, die Menschen miteinander verbindet, auch wenn diese sehr unterschiedlich ist. So kann es beispielsweise ein Lied sein, welches das Herz des anderen berührt. Das Kinderlied „Fünf kleine Fische“, wurde von Patrick gesungen, um damit seinen kleinen Bruder zu beruhigen und die Zehntklässler stimmten spontan mit ein. Der direkte Lebensbezug zu den Jugendlichen und das ehrliche Interesse der Schülerinnen und Schüler zeigte sich auch in dem anschließenden Gespräch mit den Schauspielern und der Regisseurin Andrea Hoever. Es ist bemerkenswert, wie die Schauspieler durch dieses kurze Theaterstück aufzeigen konnten, dass wir nicht alle gleich sein müssen und die Verschiedenheit der Menschen, mit sämtlichen Begabungen und Begrenzungen, das eigentliche Mensch-Sein ausmacht.  

Exkursion der 10. Klassen in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg war ein deutsches Arbeitslager, welches von 1938 bis 1945 in der Gemeinde Flossenbürg, nahe Weiden, bestand. Aufgrund seiner Granitvorkommen wurde es nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum zentralen Standort für Granitgewinnung. Auf einem Teil des ehemaligen Lagergeländes befindet sich heute eine Gedenkstätte.

Einen solchen Ort, an dem einem noch heute der eiskalte Schauer über den Rücken läuft, kann man kaum authentischer als bei Außentemperaturen um die 0 Grad Celsius und Nieselregen erleben. Auf dem damaligen Appellplatz, den die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen besichtigten, hörte man Schülerstimmen wie „Mir ist so kalt“.

Die vier eingeteilten Schülergruppen erhielten während eines Rundgangs zahlreiche Informationen über das Leben der Häftlinge des Lagers. Im ehemaligen Häftlingsbad war das Ausmaß der Grausamkeiten besonders deutlich zu erkennen. Hier wurden Gefangene geschoren, nackt mit heißem sowie kaltem Wasser gequält und auf brutalste Art und Weise verprügelt. Der mental sehr belastende Abschluss des Rundgangs führte die Schülergruppen in das Krematorium des Lagers. Im wahrsten Sinne des Wortes herrschte dort Totenstille. Die Jugendlichen besichtigten mit deutlich betroffenen Gesichtszügen diesen Ort des Schreckens.

Auch auf der Heimfahrt war die Stimmung in den Bussen nachdenklich und gedämpft. Jedoch war auch die Dankbarkeit und Erleichterung der Schülerinnen und Schüler spürbar, dass sie in einer anderen, friedlichen Zeit aufwachsen können. Jedes Jahr aufs Neue zeigt sich, wie wichtig diese Exkursion für das Verständnis der NS-Zeit ist und, dass es unerlässlich ist, jüngere Generationen mit diesen Orten zu konfrontieren. 

Eine Extraportion Motivation – der RAPA-Exzellenzpreis

 

„ And the RAPA goes to…“ - Mit diesen Worten wurden die besten Schüler der Staatlichen Realschule Selb bei der Abschlussfeier im vergangenen Juli geehrt. Der Geschäftsführer der Firma RAPA, Herr Dr. Roman Pausch, ließ es sich auch in diesem Schuljahr nicht nehmen, persönlich an die Realschule zu kommen und den diesjährigen Zehntklässlern den Exzellenz-Preis vorzustellen.

500 Euro erwarten den jeweils besten Schüler der vier Wahlpflichtfächergruppen an der Realschule Selb. Dieses stattliche Preisgeld in Höhe von insgesamt 2.000 Euro lobt die Firma Rausch und Pausch, kurz RAPA, mit Hauptsitz in Selb jedes Schuljahr aus. Carolin Zapp begrüßte Dr. Pausch. Er betonte die Einmaligkeit dieses Preises in ganz Oberfranken und wies zudem auf die besonderen Arbeitsplätze hin, welche die Firma RAPA durch ihr internationales Wirken bieten kann.

„Dieser Preis soll zeigen, dass Bildung ein wichtiges Gut ist. Bildung kann niemandem wieder genommen werden.“ Mit diesen Worten begann Dr. Pausch seine Vorstellung des Exzellenz-Preises. Im Anschluss daran gab er einen Einblick in die Geschichte der Firma. „RAPA wurde 1920 gegründet, und zwar in einer Kneipe“, erläuterte der Geschäftsführer. Anschließend zeigte er auf, wie sich das Unternehmen bis zum heutigen Tag entwickelt hat. RAPA beschäftigt heute über 950 Mitarbeiter an drei Standorten in Deutschland und den USA. So ist es für Realschüler, die einen Ausbildungsplatz bei der RAPA erhalten, durchaus im Bereich des Möglichen, einmal im amerikanischen Stützpunkt der Firma zu arbeiten, nämlich in Auburn/Alabama. Aber auch in unserer Region stellte Dr. Pausch die Standorte Selb und Wunsiedel als gut positioniert vor. RAPA arbeitet mit Entwicklungspartnern auf internationaler Ebene ebenso zusammen wie mit Kunden aus der Automobilindustrie, zum Beispiel Audi, Porsche, BMW oder Tesla.

Für die Zehntklässler besonders interessant war auch die Vorstellung der Ausbildungsmöglichkeiten, unter anderem zum Mechatroniker oder Industriekaufmann/-frau. Dr. Pausch wies abschließend darauf hin, dass schon ein Praktikum bei seiner Firma der erste Schritt zu einer erfolgreichen Karriere bei RAPA sein kann. Durch die Vorstellung dieser Firma und des Exzellenz-Preises ist es sicherlich gelungen, den Jugendlichen zu beweisen, dass in der Region interessante, chancenreiche Arbeitsplätze auf sie warten. 

Robuste Kids – Eine Woche voller Bewegung und gesunder Ernährung

Immer wieder liest man in Studien, dass viele Schulkinder übergewichtig sind. Die Gründe dafür sind vielschichtig, finden sich jedoch meist in der Kombination von zu wenig Bewegung und falscher Ernährung. Das Projekt „Robuste Kids“ im Teuschnitzer Jugendbildungshaus „Am Knock“ will dem entgegenwirken. Für die Klassen der 5a und 5b der Staatlichen Realschule Selb startete die „Robuste Kids“ - Woche am Montag, den 09. Oktober, mit der Zimmerverteilung, einer Hausführung und dem kreativen Gestalten von Türschildern. Es folgten fünf aufregende Tage mit vielfältigen Programmpunkten, die von den Teamern des Jugendbildungshauses gestaltet wurden.

Sportliche Betätigung ist eine der Grundsäulen des Projektes. Deshalb wurde sich viel bewegt, beispielsweise bei einer Trainingseinheit zum Körperbewusstsein in der Turnhalle. Dick eingepackt ging es auch an die frische Luft in den Wald, wo mit Hilfe erlebnispädagogischer Bewegungsaufgaben alle Sinne geschärft wurden. Gab es einmal Zeit zum Durchschnaufen, so konnte diese in der aktiven Pause genutzt werden, um Fußball oder Billard zu spielen. Auch wurden die Wanderschuhe geschnürt, um zu Fuß zu einem nahegelegenen Bio-Bauernhof zu gelangen. Dort konnten die Kinder Kühe, Hühner, Gänse und Hasen füttern und streicheln. Ganz nebenbei erfuhren sie, woher Grundnahrungsmittel wie Fleisch und Milchprodukte kommen. Auch den Besuch im Tropenhaus Tettau, wo exotische Früchte wie Avocados, Papayas, und auch die eher weniger bekannten Lulos, eine Mischung aus Orange und Tomate, sowie feurig scharfe Chilis entdeckt werden konnten, fanden die neugierigen Realschüler sehr interessant. So lässt sich unter anderem auch der Wirsberger Sternekoch Alexander Herrmann stets mit diesen reifen Früchten und Nilbarschen, welche ebenfalls vor Ort gezüchtet werden, beliefern.

Die zweite Grundsäule des Projektes „Robuste Kids“ besteht aus einer gesunden sowie ausgewogenen Ernährung, so standen vor allem sehr leckere Mahlzeiten wie Fisch oder ein vielfältiges sowie buntes Salatbuffet auf dem Speiseplan. Großen Andrang gab es bei der sogenannten „Burger-Party“, bei der die Burger mit reichlich frischem Gemüse belegt werden konnten. Zudem kochten die Fünftklässler einmal ihr Essen auch selbst, da schmeckten Nudeln, selbstgemachte Tomatensoße und Brokkoli sowie Muffins gleich viel besser. Mit Hilfe ihres „Manager-Buches“ führten sie aufschlussreiche Experimente zu Zucker in Getränken oder versteckten Fetten durch. Auch vom Thema Energiebilanz zeigten sich die jungen Forscher beeindruckt: Nachdem jedes Kind einen Schokoriegel gegessen hatte, mussten die Schüler insgesamt neun Minuten Dauerlauf absolvieren, um diese 100 Kalorien wieder zu verbrennen.

Das vielfältige Programm war nach dem Abendessen noch lange nicht beendet, so war insbesondere die Nachtwanderung zu einer Kapelle mitten im Wald sehr aufregend. Ein weiteres Highlight war zudem die Haus „Am Knock“-Rallye, bei der die Schüler im Haus versteckte Kontrollpunkte finden und anschließend verschiedene Aufgaben lösen mussten, um somit Punkte zu sammeln: So galt es, ein Gruppenmitglied als Einhorn zu verkleiden, akrobatische, künstlerische sowie kreative Vorführungen darzubieten oder gar seine Zahnbürste vorzuzeigen. Ehe man sich umsehen konnte, fand diese erfahrungs- und ereignisreiche Woche mit einem „Bunten Abend“ ihren würdigen Ausklang. Nach dem Frühstück stand letztlich die Abreise nach Selb bevor und die Realschüler konnten sicherlich viele Tipps zu einer gesunden Lebensweise sowie ausgewogenen Ernährung mit nach Hause nehmen.

Staatl. Realschule Selb
Jahnstraße 61
95100 Selb 

 

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